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Ex-Tennisstar wird zum Sprachrohr von Lafontaine

Ex-Tennisstar wird zum Sprachrohr von Lafontaine

01.05.2012, 14:00 Uhr | dapd

Ex-Tennisstar wird zum Sprachrohr von Lafontaine. Plant späte Karriere als Linken-Politikerin: die frühere Profi-Tennisspielerin Claudia Kohde-Kilsch (Quelle: dpa)

Plant späte Karriere als Linken-Politikerin: die frühere Profi-Tennisspielerin Claudia Kohde-Kilsch (Quelle: dpa)

Früher war Claudia Kohde-Kilsch Tennisspielerin von Beruf, jetzt wird die 48-Jährige Politprofi. Am 2. Mai tritt die ehemalige Nummer vier der Weltrangliste das Amt als Sprecherin der von Oskar Lafontaine geführten Linkspartei im saarländischen Landtag an.

"Das ist für mich ein Traumjob. Ich hoffe, dass ich politisch viel lernen kann", sagte die Diplom-Journalistin der dapd. Die Stelle hatte Lafontaine Kohde-Kilsch selbst angeboten, die er schon seit deren sportlicher Glanzzeit in den achtziger Jahren kennt.

Die gebürtige Saarbrückerin war bereits im Wahlkampf zur Landtagswahl für Lafontaine im Einsatz. Beim Urnengang im Saarland am 25. März gewann die Linke 16,1 Prozent der Stimmen und wurde drittstärkste Partei. Als Wahlfrau der Linken nahm sie auch an der Bundesversammlung teil, die am 18. März Joachim Gauck zum Bundespräsidenten wählte. Kandidatin der Linken war Beate Klarsfeld.

"Ich bin in einem guten Alter"

Sie habe sich schon immer für Politik interessiert, durch ihren Sport aber früher nicht die Zeit gefunden, sich auch zu engagieren. Das neue Amt begreift sie auch als Chance, womöglich eine zweite Karriere zu starten. "Einen besseren Mentor als Oskar kann ich mir nicht vorstellen", sagte Kohde-Kilsch und gab zu, mit einer Zukunft als Politikerin zu liebäugeln: "Ich bin in einem guten Alter und vielleicht noch jung genug, um eine politische Karriere hinlegen zu können." Die Linke stehe ihr nahe, Parteimitglied sei sie aber nicht.

Claudia Kohde-Kilsch, die im Doppel zusammen mit Helena Sukova bei den US Open 1985 und in Wimbledon 1987 triumphierte und 1988 an der Seite von Steffi Graf Bronze bei Olympia gewann, hatte nach vielen Verletzungen 1994 ihre Karriere beendet. Seit 2007 ist die Mutter eines zwölf Jahre alten Sohnes Diplom-Journalistin, absolvierte Praktika beim Fernsehen, war als Kommentatorin und Kolumnistin tätig und arbeitete zuletzt bei einer Immobilienfirma.

Im vergangenen Jahr meldete die Frau, die in ihrer Karriere mehr als zwei Millionen Dollar Preisgeld gewann, Privatinsolvenz an. Laut ihrer Aussage habe sie ihr Stiefvater und damaliger Manager um ihr Vermögen gebracht. Ihr Prozess gegen Jürgen Kilsch wurde 2004 nach dessen Tod eingestellt.

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