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Adenauer-Enkel verlässt die CDU und geht zu den Freien Wählern

Adenauer-Enkel verlässt die CDU und geht zu den Freien Wählern

05.06.2012, 15:52 Uhr | dapd, dpa

. Stephan Werhahn engagiert sich künftig für die Freien Wähler (Quelle: dapd)

Stephan Werhahn engagiert sich künftig für die Freien Wähler (Quelle: dapd)

Die Freien Wähler haben ein Neumitglied mit prominenten Wurzeln: Aus Protest gegen die aktuelle Europapolitik der CDU ist der Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Stephan Werhahn, aus der Partei seines Großvaters ausgetreten und hat sich den Freien Wählern angeschlossen. Die erwägen gar eine Spitzenkandidatur des Neumitgliedes für die Bundestagswahl 2013.

Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler und Chef der bayerischen Landtagsfraktion, Hubert Aiwanger, sagte, er traue Werhahn eine Spitzenkandidatur zu. Werhahn selbst erklärte, er wolle sich auf bundespolitischer Ebene für die Freien Wähler engagieren.

"Junge Partei der Jetzt-Zeit"

"Ich empfinde die Freien Wähler als offene, junge Partei der Jetzt-Zeit, die meinem freiheitlichen transparenten Demokratieverständnis entspricht und mit der ich etwas bewegen möchte", sagte Werhahn. Mit den "verkrusteten, intransparenten und bürgerfernen Strukturen" der Christdemokraten könne er sich nicht mehr identifizieren.

Insbesondere mit der Europapolitik der CDU kann der Jurist laut eigener Aussage nichts anfangen. Keine der im Bundestag vertretenen bürgerlichen Parteien sei derzeit auf dem richtigen Weg, die Europäische Union zu erhalten und weiterzuentwickeln, erklärte Werhahn.

Thesenpapier zur Europapolitik

In einem Thesenpapier spricht er sich für eine europäische Bundesregierung und einen direkt vom Volk gewählten europäischen Präsidenten aus. Dies sei nötig, "wenn wir die Vision der Gründungsväter umsetzen wollen", schreibt der Wirtschaftsfachmann.

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