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Joschka Fischers Firma macht Wahlkampf für die Grünen

Europawahlkampagne 2014  

Joschka Fischers Firma macht Wahlkampf für die Grünen

10.09.2013, 19:07 Uhr | Von Basil Wegener, dpa

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Joschka Fischer hat für seine Firma einen Auftrag an Land gezogen (Quelle: dpa)

Der ehemalige Grünen-Frontmann Joschka Fischer (65) will wieder für die Grünen im Wahlkampf mitmischen - und zwar in der EU. Sein Beratungsunternehmen Joschka Fischer & Company (JF&C) und die Berliner Agentur KKLD* gewannen eine entsprechende Ausschreibung der Europäischen Grünen Partei (EGP) für die Europawahlkampagne 2014.

"Es gab sechs Bewerber aus vier europäischen Staaten", sagte der Europaabgeordnete und EGP-Ko-Vorsitzende, Reinhard Bütikofer. Die beiden Firmen hätten sich gemeinsam beworben. "Ich freue mich, dass es jetzt so ist, und ich glaube, das wird eine überzeugende Kampagne werden."

Fischer fast wie ein Popstar

Fischer, der 1998 erster grüner Außenminister und Vizekanzler wurde und seine Partei 2002 fast wie ein Popstar zum Wahlerfolg und einer Neuauflage von Rot-Grün führte, hat sich aus der Politik zurückgezogen und übt Distanz zu den Grünen in Deutschland.

Nun soll seine Firma gemeinsame Elemente für Europas Grüne für die Europawahl im Mai nächsten Jahres mitentwickeln. Wie viel Fischer selbst damit zu tun haben wird, ist unklar. Der konkrete Wahlkampf in den einzelnen Staaten wie Deutschland selbst wird von den nationalen Parteizentralen gesteuert.

"Der letzte Live-Rock'n'Roller"

Anlässlich seines Rückzugs von der politischen Bühne hatte Fischer 2005 gesagt: "Ich war einer der letzten Live-Rock'n'Roller der deutschen Politik. Jetzt kommt in allen Parteien die Playback-Generation." Erfolglos versuchten die Grünen Fischer vor wenigen Monaten für ihre Geburtstagsparty zum 30. Jubiläum des Bundestagseinzugs zu gewinnen.

Offiziell zeigen sie sich vom Nichtverhältnis zu ihrem einstigen führenden Kopf unbeeindruckt - wie etwa die Spitzenkandidatin im Bundestagswahlkampf, Katrin Göring-Eckardt, deutlich machte. "Wir kämpfen mindestens genauso leidenschaftlich wie damals Joschka Fischer", sagte sie im August in einem Interview.

Europas Grüne experimentierfreudig

Auch sonst zeigen sich Europas Grüne experimentierfreudig. Ihre beiden Spitzenkandidaten sollen erstmals per Urwahl bestimmt werden. Nominiert dafür wurde auf einem kleinen Parteitag der Grünen am Wochenende in Bamberg die Fraktionschefin im Europäischen Parlament, Rebecca Harms.

Von November bis Ende Januar wollen sich Harms und weitere Bewerber in acht Veranstaltungen in verschiedenen EU-Staaten und im Internet den Bürgern stellen. Abgestimmt werden soll online. "Das Ziel ist es, über Primaries den Abstand zwischen Bürgern und europäischen Politikern zu verkürzen", sagte Harms.

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