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Seehofer poltert gegen Journalisten

Herabsetzung nehme zu  

Seehofer poltert gegen Journalisten

07.12.2013, 19:49 Uhr | dpa

Seehofer poltert gegen Journalisten. Horst Seehofer echauffiert sich noch immer über die Medien (Quelle: dpa)

Horst Seehofer echauffiert sich nach dem ZDF-Interview mit SPD-Chef Gabriel noch immer über die Medien (Quelle: dpa)

CSU-Chef Horst Seehofer hat Journalisten einen Mangel an Kritikfähigkeit vorgeworfen. "Wenn Politiker es wagen, Journalisten zu kritisieren, gibt es zwei beliebte Fluchtwege" - beide seien "falsch", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Erstens: Es wird behauptet, die Pressefreiheit sei gefährdet. Dann springen alle Journalisten dem armen Kollegen bei, und der unvermeidliche Journalistenverband hebt warnend den Finger." Das sei ein "Totschlaghammer", sagte Seehofer. Alternativ werde Politikern "Weinerlichkeit und Dünnhäutigkeit" vorgeworfen.

Seehofer beklagte "einen Qualitätsverlust in manchen Medien". Die Herabsetzung von Politikern und Parteien nehme zu. Als Beispiel verwies er auf eine namentlich nicht genannte Zeitung, die ihn "Crazy Horst" genannt habe. "Für mich ist da eine Grenze überschritten."

Erneut Kritik an Slomka

Seehofer kritisierte erneut die ZDF-Moderatorin Marietta Slomka für ihren Disput mit SPD-Chef Sigmar Gabriel über die Frage, ob der SPD-Mitgliederentscheid verfassungsgemäß sei. "Mir will es nicht in den Kopf, wenn man sich in einer Demokratie für mehr Demokratie rechtfertigen muss", sagte er.

Seehofer nannte den Inhalt der SMS an den ZDF-Intendanten Thomas Bellut, in der er seinem Ärger Luft gemacht hatte: "Lieber Herr Bellut, für Auftritt von Frau Slomka gegenüber Gabriel kann man sich nur wundern. Wir entscheiden als CSU heute Nachmittag mit zirka 100 Leuten über Koalitionsvertrag. Verfassungswidrig? Ihr HS aus Bayern."

Er habe dann die SMS auch als Brief geschickt, mit einem ergänzendem Satz: "Nachdem diese normale Bewertung zwischenzeitlich vom ZDF wieder zu einer Grundsatzfrage der Pressefreiheit stilisiert wurde, erwarte ich auch keine Antwort." Bellut antwortete laut Seehofer dennoch: "Aber weil sein Brief so interessant ist, veröffentliche ich ihn in nicht. Der kommt in meinen Safe."

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