Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Parteien >

Sigmar Gabriel fordert "Neustart" bei der Energiewende

"Da herrscht zum Teil Anarchie"  

Sigmar Gabriel fordert "Neustart" bei der Energiewende

29.12.2013, 08:27 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Sigmar Gabriel fordert "Neustart" bei der Energiewende. Der neue Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel (Quelle: dpa)

Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel will das Erneuerbare-Energien-Gesetze reformieren (Quelle: dpa)

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel (SPD), hält einen "Neustart" bei der Energiewende für zwingend nötig. Bislang liege hier viel im Argen, sagte er der "Welt am Sonntag". "Da herrscht zum Teil Anarchie. Alle machen mit, aber keiner weiß, wohin." Das sei das "größte Problem", vor dem die Große Koalition stehe.

Gabriel kündigte an, er werde rasch Eckpunkte für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorlegen, um den Anstieg der Strompreise zu dämpfen. "Es darf nicht sein, dass die Energiewende die deutsche Industrie nachhaltig schädigt." Sollte die Energiewende gelingen, werde Deutschland einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ländern in Europa haben.

Den Vorwurf der Grünen, er bereite eine Wende zur Kohle und nicht zu erneuerbaren Energien vor, wies der Minister als "Unfug" zurück: "Man kann nicht zeitgleich aus Atom und aus Kohle aussteigen. Wahrscheinlich würden die Grünen am liebsten auch noch aus Gas aussteigen."

Auch Altmaier redet noch mit

Die Reaktion von Schwarz-Gelb auf die Atom-Katastrophe von Fukushima im März 2011 bezeichnete Gabriel als "hektisches Hin und Her". Der schrittweise Ausstieg, wie ihn Gerhard Schröder begonnen hatte, sei richtig und viel besser gewesen. "Ich hätte dazu geraten, beim ursprünglichen rot-grünen Ausstiegsplan zu bleiben." Es sei eine "ziemlich verwegene Idee", die Atomenergie erst um zwölf Jahre zu verlängern und sechs Monate später einen schnelleren Ausstieg zu beschließen. "Dass die deutsche Volkswirtschaft das überlebt hat, zeigt ihre Stärke, die man aber nicht endlos überfordern darf."

Auf die Frage, ob auch Gabriels Vorgänger im Umweltministerium, Peter Altmaier, noch mitrede, antwortete der 54-Jährige: "Bei der Energiewende reden immer alle mit. Das ist auch gut so. Aber wir brauchen auch mal ein paar Entscheidungen."

Zudem sagte Gabriel im "Welt"-Interview, dass er am Wahlabend an Rücktritt gedacht habe. "Wenn man Vorsitzender einer Partei ist und das Wahlziel deutlich verfehlt, dann muss man sich immer fragen, ob man weitermachen kann." Zur neuen Großen Koalition und den Verhandlungen mit der Union sagte er: "Wer blauäugig in Koalitionen geht, endet wie die FDP."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Bereit für den Sommer? Finde luftig, leichte Kleider
jetzt auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe