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Oskar Lafontaine fordert Ende des Euros: "Euro ist gescheitert"

Eigene Lehren aus Griechenland-Krise  

Lafontaine: "Der Euro ist gescheitert"

11.07.2015, 10:50 Uhr | t-online.de

Oskar Lafontaine fordert Ende des Euros: "Euro ist gescheitert". Liegt nicht immer auf einer Linie mit den Linken: Oskar Lafontaine. (Quelle: ddpimages)

Liegt nicht immer auf einer Linie mit den Linken: Oskar Lafontaine. (Quelle: ddpimages)

Die europäische Schuldenkrise facht auch die Diskussionen um die Zukunft von Europas Gemeinschaftswährung an. Oskar Lafontaine hat seine Schlüsse aus dem Hin und Her um die Rettung Griechenlands gezogen: Er fordert ein Ende des Euro. Und liegt damit quer zur Haltung seiner ehemaligen Partei.

„Der Euro ist ein Rückschritt im historischen Projekt der europäischen Integration“, sagte der ehemalige Chef der Linken im Interview mit dem "Spiegel".

Und fügt hinzu: "Der Euro ist schon gescheitert, wir dürfen uns da keinen Illusionen hingeben“.

Griechenland braucht eigene Währung

Lafontaine plädiert stattdessen dafür, zur sogenannten Währungsschlange zurückzukehren. Dort werden eine Bandbreite von Wechselkursen für die verschiedenen europäischen Währungen festgelegt.

Griechenland werde nur dann wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen,wenn es eine eigene Währung einführe, betonte der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes.

„Wichtig ist, dass Griechenland wieder die Möglichkeit erhält abzuwerten, um mit seinen Produkten wettbewerbs fähig zu werden. Es ist überdeutlich, dass Griechenland unter den gegenwärtigen Bedingungen einer starren Währung keinen wirtschaftlichen Erfolg haben kann.“

Im Widerspruch zur Linken

Lafontaine räumte ein, dass er mit seiner Position im Widerspruch zur Führung der Linkspartei steht. Die hält am Euro fest und lehnt einen Grexit ab.

"Es ist für mich keine neue Erfahrung, dass ich in Fragen der Währungspolitik auf Widerspruch stoße",so Lafontaine.

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