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Bundestagswahl 2017: SPD-Chef Gabriel hält Merkel für "schlagbar"

SPD-Boss kämpferisch  

Gabriel hält Merkel bei Wahl für "schlagbar"

09.08.2015, 14:56 Uhr | AFP

Bundestagswahl 2017: SPD-Chef Gabriel hält Merkel für "schlagbar". "In einer Demokratie ist jeder schlagbar", stellt Sigmar Gabriel fest. (Quelle: dpa)

"In einer Demokratie ist jeder schlagbar", stellt Sigmar Gabriel fest. (Quelle: dpa)


Die Umfragewerte für die SPD sind derzeit katastrophal - dennoch hält der Chef der Sozialdemokraten Angela Merkel (CDU) bei der Bundestagswahl 2017 für bezwingbar. "Die SPD wird einen Kanzlerkandidaten aufstellen und um die Kanzlerschaft kämpfen", kündigte Sigmar Gabriel an. "In einer Demokratie ist jeder schlagbar", gab sich der Wirtschaftsminister kämpferisch.

Gabriel reagierte damit auf Äußerungen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD), der kürzlich gesagt hatte, die Sozialdemokraten sollten angesichts der Stärke Merkels auf einen Kanzlerkandidaten verzichten und sich darauf konzentrieren, Juniorpartner in einer Großen Koalition zu bleiben.

Mitglieder könnten über SPD-Kandidaten entscheiden

Offen zeigte sich Gabriel für eine Mitgliederbefragung über den Kanzlerkandidaten: "Ich habe immer großen Wert darauf gelegt, die direkte Beteiligung in der Partei zu erhöhen. Deshalb haben die Mitglieder auch über den Koalitionsvertrag abgestimmt."

Zudem brächte ein Mitgliederentscheid vor der Wahl eine große Mobilisierung für die SPD. "Dafür bräuchte es dann aber mehr als nur einen Kandidaten. Damit beschäftigen wir uns Ende 2016", kündigte der Parteichef an.

Keine Aussage über eigene Kandidatur

Ob er selbst zur Kanzlerkandidatur bereit sei, ließ Gabriel offen. "Mal abgesehen davon, dass es eine große Ehre und auch Verantwortung wäre, für dieses wichtige Amt nominiert zu werden: Zwei Jahre vor der nächsten Bundestagswahl macht es keinen Sinn, über Kanzlerkandidaturen zu philosophieren", sagte der Vizekanzler.

In einer Forsa-Umfrage vom vergangenen Mittwoch hatten sich 61 Prozent der SPD-Anhänger bei der Kanzlerpräferenz gegen Gabriel ausgesprochen.

Auf eine Urwahl des SPD-Kanzlerkandidaten hatten zuletzt die Jusos gedrängt. Das "Auskungeln eines Kandidaten" wie 2013 dürfe es nicht mehr geben, sagte Juso-Chefin Johanna Uekermann der "Welt".

Schwächen beim Koalitionspartner ausgemacht

Aus Sicht Gabriels zeigt sich derzeit die Schwäche des Koalitionspartners bei wichtigen politischen Themen. "Der Streit über Europa zwischen Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, die Weigerung, statt Betreuungsgeld mehr für Ganztagsschulen und Kitas zu tun oder der immer wiederkehrende Versuch, die Energiewende zu stoppen", führt Gabriel als Beispiele dafür an.

Die SPD dagegen trete mit einem Zukunftsprogramm an, "damit Deutschland auch 2025 sicher, fair und gerecht ist", so der Sozialdemokrat.

Im aktuellen Sonntagstrend des Emnid-Instituts im Auftrag der "Bild am Sonntag" hängen die Sozialdemokraten weiter bei 24 Prozent fest und bleiben damit 19 Punkte hinter der Union, die derzeit auf 43 Prozent der Stimmen kommt.

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