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AfD sinkt in der Wählergunst - Trendwende eingeläutet?

Trendwende eingeläutet?  

Institut sieht AfD wieder auf dem absteigenden Ast

22.11.2015, 12:47 Uhr | rtr, t-online.de

AfD sinkt in der Wählergunst - Trendwende eingeläutet?. Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry auf einer Kundgebung ("Gegen das Asylchaos") ihrer Partei in Mainz. Zugleich fanden in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Gegendemonstrationen statt.  (Quelle: dpa)

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry auf einer Kundgebung ("Gegen das Asylchaos") ihrer Partei in Mainz. Zugleich fanden in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Gegendemonstrationen statt. (Quelle: dpa)

Trotz anhaltender Flüchtlingswelle hat die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) in der Wählergunst verloren. Das ergab zumindest eine Emnid-Erhebung für die "Bild am Sonntag". Die Umfragen anderer Institute deuteten zuletzt noch auf einen gegenteiligen Trend hin. 

Im Vergleich zur Vorwoche verliert die AfD laut Emnid einen Punkt und kommt nun auf sieben Prozent. Schon in der Woche zuvor hatte die Partei einen Punkt eingebüßt. Sie landet in Ostdeutschland nun bei zwölf und im Westen bei sechs Prozent. Allerdings ist Emnid das einzige Umfrage-Institut, das eine solche Entwicklung bei der AfD aufzeigt. 

AfD-Werte auf Achterbahnfahrt

Erst im Sommer hatte sich eine Gruppe von AfD-Mitgliedern um den Gründer und damaligen Vorsitzenden Bernd Lucke von der Partei abgespaltet und die neue Partei Alfa (Allianz für Fortschritt und Aufbruch) gegründet. Im Zuge des Zerwürfnisses rutschten die Umfragewerte bei allen renommierten Instituten unter die Fünf-Prozent-Marke. 

Davon konnte sich die Partei der Vorsitzenden Frauke Petry erst Ende September wieder erholen, bewiesen die Erhebungen. Besonders in den vergangenen Wochen hatte die AfD bei Umfragen von Allensbach, Forsa, Infratest und Insa noch einmal zugelegt: Entweder profitierte die rechtspopulistische Partei von der weiterhin massiven Einwanderung nach Deutschland oder von den noch immer anhaltenden Streitereien in der Großen Koalition rund um Transitzonen und einer Flüchtlingsobergrenze - oder von beidem. Ob die letzten Emnid-Umfragen nun wieder einen umgekehrten Trend einleiten, muss sich in den Studien der anderen Institute zeigen.

Einen Zähler zulegen kann der aktuellen Umfrage zufolge die SPD (26 Prozent). Die Grünen verlieren hingegen einen Punkt und kommen auf neun Prozent. Unverändert blieben die Werte der Union (37 Prozent), der Linken (neun Prozent) und der FDP (fünf Prozent).

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