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AfD-Chefin Frauke Petry prangert Medien an: "Total inakzeptabel"

"Total inakzeptabel"  

AfD-Chefin Petry prangert Medien an

02.02.2016, 17:43 Uhr | dpa

AfD-Chefin Frauke Petry prangert Medien an: "Total inakzeptabel". AfD-Chefin Frauke Petry will die Schuld an der "Schusswaffen-Affäre" den Medien in die Schuhe schieben. (Quelle: Reuters)

AfD-Chefin Frauke Petry will die Schuld an der "Schusswaffen-Affäre" den Medien in die Schuhe schieben. (Quelle: Reuters)

Nach ihrer umstrittenen Äußerung zum Schusswaffengebrauch an der Grenze geht die AfD-Vorsitzende Frauke Petry in die Offensive: Sie wirft der Zeitung "Mannheimer Morgen" eine "verkürzte und völlig sinnentstellte" Wiedergabe ihrer Worte vor.

"Man wollte die Schlagzeile produzieren, dass die AfD auf Flüchtlinge schießen will", sagte Petry. Das habe aber niemand gesagt. Sie halte das "für journalistisch total inakzeptabel". Das Interview sei im "Stil eines Verhörs" geführt worden. Mit ihren Äußerungen hatte Petry bei den anderen Parteien einen Proteststurm ausgelöst.

Chefredakteur weist Kritik zurück

Der Chefredakteur vom "Mannheimer Morgen", Dirk Lübke, wies den Vorwurf zurück, der AfD-Chefin die Worte in den Mund gelegt zu haben. "Die perfide Tabu-Brecherin Petry stilisiert sich gerade zum kleinen, ahnungslosen Mädchen, was nicht wusste, was es gesagt hat", sagte Lübke auf Anfrage.

"Was ist daran nötigend, wenn Frauke Petry uns selber das Interview angeboten hat, sie und ihr Sprecher jedes Wort zur Autorisierung vorgelegt bekommen haben, jedes Wort und jeden Satz mehrmals gelesen und schließlich zur Veröffentlichung freigegeben haben?", fragte der Chefredakteur.

"Es ist billiger Populismus"

Petry hatte der Zeitung gesagt, Polizisten müssten illegale Grenzübertritte von Flüchtlingen verhindern, "notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz".

"Es ist billiger Populismus der AfD-Chefin, sich auf Kosten der Medien aus der Schusslinie ziehen zu wollen", kritisierte der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Frank Überall. "Als Parteivorsitzende muss sie schon zu dem stehen, was sie nachweislich gesagt hat."

Petry sieht Führungsrolle nicht gefährdet

Ihre Führungsrolle in der eigenen Partei sieht Petry nicht infrage gestellt. "Ich stehe da, wo ich stehe und ich glaube, ich habe ausreichend Unterstützung hinter mir", sagte sie in Dresden: "Sehe ich so aus, als sei ich unter Druck?"

Auf einer Schaltkonferenz des Bundesvorstandes habe es "keine Tagesordnungspunkte zur Amtsführung" gegeben. Die 40-Jährige bezog sich auf einen Bericht der "Bild-Zeitung", wonach die AfD bereits nach einer Alternative für Petry suche.

Der niedersächsische AfD-Chef Paul Hampel bescheinigte der Bundesvorsitzenden die Rückendeckung der Parteiführung. "Ich bin der Überzeugung, dass Frau Petry die Unterstützung des Bundesvorstandes braucht und hat", sagte Hampel, Mitglied im AfD-Bundesvorstand, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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