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Merkel sieht baldiges Ende des AfD-Höhenflugs

"Erinnert mich an Eurokrise"  

Merkel sieht baldiges Ende des AfD-Höhenflugs

10.03.2016, 17:54 Uhr | AFP, dpa

Merkel sieht baldiges Ende des AfD-Höhenflugs. Angel Merkel ist davon überzeugt, dass die AfD schwächer wird, wenn ihre Maßnahmen in der Flüchtlingskrise greifen. (Quelle: dpa)

Angel Merkel ist davon überzeugt, dass die AfD schwächer wird, wenn ihre Maßnahmen in der Flüchtlingskrise greifen. (Quelle: dpa)

Kanzlerin Angela Merkel glaubt nicht daran, dass der derzeitige Höhenflug der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) lange anhalten wird.

"Inzwischen kommen wir auch bei der Flüchtlingsfrage Schritt für Schritt voran, unsere Politik zeigt Erfolge. Daher bin ich überzeugt, dass auch in diesem Fall die Zustimmung zur AfD wieder zurückgehen wird.", sagte Merkel der "Mitteldeutschen Zeitung".

"Mich erinnert das in manchem an die Eurokrise", sagte die Kanzlerin. Nachdem sichtbar geworden sei, dass Europa die richtigen Maßnahmen ergriffen habe, sei die Zustimmung zur AfD auch rasch wieder gesunken.

Bei den Wahlen an diesem Sonntag in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg steuert die Partei laut Umfragen auf zweistellige Prozent-Ergebnisse zu.

Merkel lehnt Obergrenze weiter ab

Merkel betonte erneut ihre Ablehnung einer Obergrenze zur Aufnahme von Flüchtlingen. Sie könne als Kanzlerin nicht national eine Zahl "von soundsoviel Flüchtlingen" festlegen, ohne dabei auf die Entwicklung in Syrien oder anderen Ländern zu achten. Eine Obergrenze halte sie für eine "Scheinlösung von kurzer Dauer".

In der Flüchtlingspolitik brauche es aber stattdessen eine "miteinander abgestimmte europäische Herangehensweise" und einen Interessenausgleich mit Nachbarländern.

Zahlungen an die Türkei verteidigt

Die Kanzlerin verteidigte die mögliche Zahlung von sechs Milliarden Euro an die Türkei angesichts Ankaras Belastungen in der Flüchtlingskrise als "fair". Zugleich machte sie deutlich, das Land sei "weit davon entfernt", im EU-Beitritssprozess entscheidende Fortschritte zu machen. Zu viele Fragen zwischen Europa und der Türkei seien weiter ungeklärt. "Das alles braucht noch sehr viel Zeit", sagte Merkel.

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