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Vorbild Schweiz: Die AfD entdeckt die Rente für sich

Vorbild Schweiz  

Die AfD entdeckt die Rente für sich

20.04.2016, 15:30 Uhr | dpa

Vorbild Schweiz: Die AfD entdeckt die Rente für sich. Jörg Meuthen von der AfD. (Quelle: dpa)

Jörg Meuthen von der AfD. (Quelle: dpa)

Die AfD hat neben dem Islam ein weiteres Massenthema entdeckt, mit dem die rechtspopulistische Partei Wähler mobilisieren will. Die Rente soll zum zweiten wichtigen Wahlkampfthema werden.

Parteichef Jörg Meuthen sagte, die Riester-Rente habe sich als Geldverschwendung herausgestellt. Die Kosten hätten einen großen Teil der Rendite aufgezehrt. In der Nullzins-Welt habe sich die Hoffnung, eine höhere Rendite als bei der gesetzlichen Rente zu erzielen, dann völlig zerschlagen.

Kritik an Union und SPD

"Die derzeit kursierenden Reformvorschläge gehen allerdings allesamt in eine vollkommen falsche Richtung", fügte er hinzu. Ein besserer Weg wäre das Schweizer Modell. Davon würden vor allem "die kleinen Leute" profitieren und die Rentenkasse hätte mehr finanziellen Spielraum.

Alice Weidel, Beisitzerin im AfD-Bundesvorstand, erklärte: "Bereits heute sind die deutschen Renten gemessen an dem letzten Arbeitseinkommen die niedrigsten der Eurozone." Union und SPD hätten ihre Verantwortung gegenüber den Rentnern nicht wahrgenommen. Dass die Debatte von ihnen jetzt überhastet angestoßen werde, sei der anstehenden Bundestagswahl geschuldet.

Schweizer Drei-Säulen-Modell

Das Rentenmodell der Schweiz beruht auf drei Säulen. Die erste Säule ist eine gesetzlichen Rentenversicherung, in die alle einzahlen müssen. Die zweite Säule bilden kapitalgedeckte Arbeitnehmerversicherungen. Die dritte Säule besteht aus steuerlich geförderten Anlagen in Wertpapiere oder privaten Rentenversicherungen. Eine Beitragsbemessungsgrenze gibt es nicht.

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