Allensbach-Umfrage

AfD bei Bürgern als Unruhestifterin beliebt

20.04.2016, 16:39 Uhr | dpa, t-online.de

Demonstration der AfD in Hamburg: Die Partei kann auch bei Menschen punkten, die sie nicht wählen. (Quelle: dpa)

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Die rechtspopulistische AfD wird auch von Menschen geschätzt, die sie nicht wählen - und zwar als Unruhestifterin in der Parteienlandschaft. Das hat eine Umfrage des Instituts Allensbach ergeben, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet.

Der Aussage "Ich bin nicht für die AfD, finde es aber gut, dass sie bei den vergangenen Landtagswahlen so gut abgeschnitten hat", stimmten 46 Prozent der Befragten zu. 35 Prozent würden das nicht sagen. 19 Prozent zeigten sich unentschieden.

Dass die Erfolge der AfD von großen Teilen der Bevölkerung begrüßt würden, sei in erster Linie eine Protestnote an die Adresse der anderen Parteien, schreibt die "FAZ". In der Flüchtlingsfrage hätten die im Bundestag vertretenen Parteien mit großer Übereinstimmung gehandelt, ein Kurs, der von der Mehrheit der Bürger nicht unterstützt worden sei.

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Zweifel am Demokratieverständnis der AfD

Sehr viele hegen dennoch Zweifel am demokratischen Charakter der Partei. Die Frage, ob die AfD eine "normale demokratische Partei" sei, beantworteten nur 17 Prozent mit Ja. 68 Prozent der Befragten meldeten "Zweifel" an. 15 Prozent waren unentschieden.

Im vergangenen Jahr hatte der Anteil der "Zweifler" mit 62 Prozent noch etwas niedriger gelegen. Laut Umfrage ist die Partei seit 2015 in der Wahrnehmung der Bürger weiter nach rechts gerückt.

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