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Roman Herzog: Parteien sollen AfD stärker bekämpfen

Klartext vom Ex-Bundespräsident  

Herzog sicher: AfD wird langfristig untergehen

23.04.2016, 09:33 Uhr | dpa, t-online.de

Roman Herzog: Parteien sollen AfD stärker bekämpfen. Roman Herzog bei einem öffentlichen Auftritt im Jahr 2014. (Quelle: imago images/Lichtgut)

Roman Herzog bei einem öffentlichen Auftritt im Jahr 2014. (Quelle: Lichtgut/imago images)

Bekämpfen die etablierten Parteien die Alternative für Deutschland (AfD) hart genug? Nein, sagt Altbundespräsident Roman Herzog. Es helfe nicht, "um diesen politischen Gegner herumzutanzen, als ob man ihn am Marterpfahl hätte", sagte der 82-Jährige der "Heilbronner Stimme". 

Das frühere Staatsoberhaupt rechnet jedoch damit, dass die AfD langfristig untergehen wird. Er sei sich sicher, dass die AfD in ihrer jetzigen Form eine Episode bleibe.

Klare Linie gefordert

Als Vorbild im Kampf gegen die Populisten nannte Herzog die CSU: "Die lässt rechts von sich wenig Platz. Entsprechend schwach ist die AfD in Bayern."

Mit Blick auf die Wahlniederlage der CDU in Baden-Württemberg sagte Herzog: "Man kann als CDU in Baden-Württemberg auch der Kanzlerin folgen, mit einer klaren Linie. Man muss sich das alles halt vorher überlegen und nicht hinterher."

Die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann an der Spitze hatten sich im Wahlkampf in Baden-Württemberg stets zum Kurs von Kanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise bekannt.

Erfolg der AfD überrascht Herzog nicht

Vom aktuellen Erfolg der Rechtspopulisten ist Herzog aber nicht überrascht. Selbst unter den CDU- und SPD-Wählern seien immer schon solche zu finden gewesen, "die unter Umständen auch mal bei der NPD ihr Kreuz machen können". Dazu kämen die klassischen Protestwähler. "Das Potenzial ist also da."

Kritisch äußerte sich Herzog über Merkels Regierungsstil: Die Kanzlerin begründe ja nichts, "das ist eine gewisse Schwäche ihrer Politik". Gleichzeitig unterstreiche es aber die Stärke ihrer Position. "Helmut Kohl hat in der Regel auch keine Entscheidung begründet." Merkel schaffe es, "in bester Adenauer-Manier, den anderen Parteien die guten Wahlkampfthemen wegzunehmen". 

Herzog war von 1994 bis 1999 Bundespräsident und davor Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

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