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Diese Bundestagsabgeordneten gehen bald in Rente

Nicht nur Bosbach hört auf  

Diese Bundestagsabgeordneten gehen bald in Rente

23.08.2016, 21:03 Uhr | AFP

Diese Bundestagsabgeordneten gehen bald in Rente. Bosbach, Beck, Steinbrück: Nur drei von mehreren bekannten Abgeordneten, die dem neuen Bundestag 2017 nicht mehr angehören werden. (Quelle: imago images)

Bosbach, Beck, Steinbrück: Nur drei von mehreren bekannten Abgeordneten, die dem neuen Bundestag 2017 nicht mehr angehören werden. (Quelle: imago images)

Der langjährige CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach will 2017 nicht mehr für den Bundestag kandidieren. Gründe sind neben privaten Motiven auch seine Unzufriedenheit mit einigen Positionen seiner Partei unter CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Andere bekannte Volksvertreter wollen bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr ebenfalls nicht mehr antreten. Mit einigen von ihnen verabschiedet sich auch ein Teil der "Generation Bonn" aus dem Parlament.

Gerda Hasselfeldt (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Gerda Hasselfeldt: Die Tochter eines niederbayerischen Gastwirts und Bürgermeisters rückte 1987 für Franz Josef Strauß in den Bundestag nach und war seitdem Abgeordnete. Die CSU-Politikerin war in ihrer langen Karriere Bundesministerin für Städtebau und Gesundheit. Derzeit gilt sie als Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag als Vermittlerin zwischen ihrem Parteichef Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Streit um die Flüchtlingspolitik. Manche halten sie für eine geeignete Nachfolgerin von Bundespräsident Joachim Gauck.

Johannes Singhammer (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Johannes Singhammer: Der sechsfache Vater und gebürtige Münchner zog 1994 erstmals für die CSU in den Bundestag ein. Zuletzt kritisierte er wiederholt die Flüchtlingspolitik Merkels. "Es entspricht demokratischer Übung und meiner persönlichen Auffassung Mandatsmacht als zeitlich begrenzt zu begreifen", begründete der 63-jährige Bundestags-Vizepräsident seinen Entschluss, 2017 nicht mehr anzutreten. Künftig wolle er mehr Zeit seiner Familie widmen.

Michael Fuchs (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Michael Fuchs: Anders als Bosbach steht Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) hinter der Politik seiner Parteichefin. Der als Atomkraft-Verfechter bekannte Koblenzer begründet seinen Rückzug 2017 mit dem Alter: "Ich bin der Meinung, dass ich dann mit fast 69 Jahren das Feld räumen sollte." Der frühere Unternehmer wurde 2002 erstmals in den Bundestag gewählt. Seit November 2009 war Fuchs stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion.

Gernot Erler (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Gernot Erler: Der langjährige SPD-Fraktionsvize gehört dem Bundestag seit 1987 an. Erler begründete seinen Rückzug damit, dass er im Alter von 72 Jahren den Weg für eine Verjüngung frei machen wolle. Der Abgeordnete aus dem Wahlkreis Freiburg war von November 2005 bis Oktober 2009 Staatsminister im Auswärtigen Amt, seit 2014 ist er Russland-Beauftragter der Bundesregierung.

Klaus Barthel (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Klaus Barthel: Der frühere Gewerkschaftssekretär aus Bayern gehört dem linken Flügel der Sozialdemokraten an und stellte sich immer wieder gegen die Linie der Parteiführung. Barthel rebellierte gegen die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 der rot-grünen Regierung. Auch beim Bundeswehreinsatz in Afghanistan stellte er sich gegen Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Der 60-Jährige sitzt seit 1994 im Bundestag.

Peer Steinbrück (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Peer Steinbrück: Bereits Ende September will der frühere Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat sein Mandat niederlegen. Im Lauf seiner politischen Karriere war Steinbrück Landesminister in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen und zwischen 2002 und 2005 auch nordrhein-westfälischer Ministerpräsident. Mitglied des Bundestags ist der 69-Jährige erst seit 2009. Seit der gescheiterten Kanzlerkandidatur 2013 hatte sich Steinbrück mit öffentlichen Äußerungen zu tagespolitischen Themen weitgehend zurückgehalten.

Marieluise Beck (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Marieluise Beck: Die 64-Jährige ist das einzige Mitglied der ersten Grünen-Fraktion von 1983, das noch immer im Bundestag sitzt. Beck verabschiedet sich nicht ganz freiwillig: Die frühere Lehrerin sagte der "taz", dass in ihrem Bremer Landesverband entschiedener Widerspruch gegen eine erneute Kandidatur angemeldet worden sei. Unter Rot-Grün war Beck Ausländerbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretärin im Familienministerium. Zuletzt machte sie sich einen Namen als Außenpolitikerin.

Jan van Aken (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Jan van Aken: Zur "Generation Bonn" gehört der 55-jährige Linke-Politiker nicht - und das würde der Außenpolitik-Experte auch nicht wollen. Der Schleswig-Holsteiner beendet seine Bundestagskarriere 2017 nach nur zwei Legislaturperioden. "Zu lange im Bundestag zu sitzen, kann träge machen", sagt er und fordert eine generelle Begrenzung der Mandatszeiten: "Zwei Legislaturperioden sind genug - und zwar aus privaten wie aus politischen Gründen."

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