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Patrick Schiffer: Cousin von Claudia Schiffer führt Piratenpartei

"Breiteres Themenspektrum"  

Cousin von Claudia Schiffer führt Piratenpartei

27.08.2016, 18:00 Uhr | dpa

Patrick Schiffer: Cousin von Claudia Schiffer führt Piratenpartei . Gibt sich kämpferisch: der neue Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Patrick Schiffer. (Quelle: dpa)

Gibt sich kämpferisch: der neue Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Patrick Schiffer. (Quelle: dpa)

Die Piratenpartei hat einen neuen Bundesvorsitzenden: den Düsseldorfer Medien-Designer Patrick Schiffer. Der Cousin von Top-Model Claudia Schiffer wird die Partei in die Bundestagswahl 2017 führen.

Rund 300 Mitglieder wählten Schiffer bei einem Bundesparteitag im niedersächsischen Wolfenbüttel zum neuen Bundesvorsitzenden. Er erhielt 59,2 Prozent der Stimmen.

Der in der Wählergunst abgestürzten Partei will der 43-Jährige zu einem politischen Comeback verhelfen. Von seinem Amt als nordrhein-westfälischer Landesvorsitzender trat er zurück.

Kompetenzen im sozialen Bereich

Schiffer kritisierte in einer betont kämpferisch-emotionalen Rede, die Partei habe sich bisher unter Wert verkauft und mit ihren Werten und Ideen nicht überzeugt. Das solle sich nun ändern. Unter anderem mit Kampagnen will er für die Ziele der Partei werben.

Auch wenn die Piraten eine technik-freundliche Partei seien, so Schiffer, gelte es, ihre Kompetenzen im sozialen Bereich zu verdeutlichen. Gerade beim digitalen Wandel in Industrie und Wirtschaft habe die Partei mit Blick auf Arbeitsplätze und soziale Sicherheit einiges beizusteuern.

"Ich möchte ein breiteres Themenspektrum nach außen transportieren", erklärte Schiffer nach seiner Wahl vor Journalisten. Zur Finanzierung erwägt er die Einstellung sogenannter Fundraiser.

Mitgliederzahlen stark gesunken

Der gegen Schiffer unterlegene bisherige Bundesvorsitzende Stefan Körner erklärte zum Auftakt: "Ich glaube, dass dieser Parteitag auch eine gute Gelegenheit ist, um zu klären: Wofür stehen wir eigentlich?"

Die Partei hat nach ihren spektakulären Erfolgen von 2011 bei Wahlen eine Niederlage nach der anderen kassiert. Derzeit ist sie noch in den Landtagen in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und im Saarland vertreten.

Auch die Mitgliederzahlen sind stark zurückgegangen. Laut Körner kommt die Partei bundesweit derzeit auf rund 12.000 Mitglieder - 2012 waren es noch rund 35.000.

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