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Nach Horst Seehofers Attacke gegen Merkel: CDU ruft CSU zur Ordnung

Nach Seehofer-Attacke gegen Merkel  

CDU ruft die kleine Schwester zur Ordnung

07.09.2016, 15:37 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Nach Horst Seehofers Attacke gegen Merkel: CDU ruft CSU zur Ordnung. Volker Kauder (li.) und Horst Seehofer: Es brodelt in der Union. (Quelle: dpa)

Volker Kauder (li.) und Horst Seehofer: Es brodelt in der Union. (Quelle: dpa)

Nach der Wahlschlappe der CDU in Mecklenburg-Vorpommern hat der unionsinterne Konflikt wieder an Schärfe gewonnen.

Nachdem CSU-Chef Horst Seehofer Bundeskanzlerin Angela Merkel mit gewohnt markigen Sprüchen die Schuld an dem Debakel in die Schuhe geschoben hatte, ruft die CDU ihre aufmüpfige Schwester jetzt zur Ordnung.

Seehofer-Vorstoß zurückgewiesen

"Unsere Anhänger und Mitglieder erwarten von der Union vor allem eines: Geschlossenheit", sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber dem Radiosender HR-Info und schob in Richtung CSU hinterher: "Am Ende des Tages sind sie hoffentlich derselben Sichtweise wie wir, dass die Union immer nur dann erfolgreich ist, wenn sie gemeinsam kämpft."

Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder wies den Vorstoß Seehofers, der seine Merkel-Kritik erneut mit der Forderung nach einer Flüchtlings-Obergrenze verband, zurück. Wir haben mehrfach gesagt, dass wir Obergrenzen nicht für sinnvoll halten", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin".

Die Diskussion über eine Obergrenze führe "nicht weiter", da es "ein grundgesetzlich verbrieftes Asylrecht" gebe. "Wir haben klar gesagt, wir wollen die Zuwanderung reduzieren, diejenigen, die aus einer Verfolgungssituation kommen, können bleiben, die, die nur kommen, weil sie besser leben wollen, nicht", ergänzte Kauder.

Seehofer: "Lage höchst bedrohlich"

Seehofer hatte das schlechte Abschneiden der CDU in Mecklenburg-Vorpommern - sie wurde hinter SPD und AfD nur drittstärkste Kraft - als Steilvorlage für eine erneute scharfe Abrechnung mit der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel genutzt. 

"Die Lage für die Union ist höchst bedrohlich", die Menschen wollten "diese Berliner Politik nicht", hatte er der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Seine "mehrfache Aufforderung zur Kurskorrektur" in der Flüchtlingspolitik sei nicht aufgenommen worden, das "desaströse" Wahlergebnis eine Folge davon.

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