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Berlin-Wahl: Ex-"Piraten-"Mitglied Christopher Lauer wechselt zur SPD

Kurz vor der Wahl in Berlin  

Ex-Pirat Christopher Lauer wird SPD-Mitglied

16.09.2016, 13:23 Uhr | dpa

Berlin-Wahl: Ex-"Piraten-"Mitglied Christopher Lauer wechselt zur SPD. Christopher Lauer will die Gesamtsituation ändern - mit der SPD. (Quelle: dpa)

Christopher Lauer will die Gesamtsituation ändern - mit der SPD. (Quelle: dpa)

Der frühere Berliner Piratenpolitiker Christopher Lauer hat eine neue politische Heimat. Er tritt in die SPD ein. Er habe bereits einen Aufnahmeantrag gestellt und werde in Kürze Mitglied sein, sagte der 32-Jährige.

Lauer ist seit 2011 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. 2014 verließ er die Piratenpartei. Am 18. September wird in Berlin neu gewählt. Den Umfragen zufolge hat die Piratenpartei keine Aussicht auf einen Verbleib im Parlament.

Lauer sorgte mit seiner krawalligen Rhetorik im Plenum zwar zuweilen für Kopfschütteln, ließ Innensenator Frank Henkel (CDU) aber regelmäßig alt aussehen. Der Talkshow-bekannte Jungpolitiker engagierte sich unter anderem für mehr Transparenz bei technisch komplexen Ermittlungsmaßnahmen wie sogenannten stillen SMS und Funkzellenabfragen, die tief in die Grundrechte der Bürger eingreifen. Auch die Einrichtung einer Gewaltschutzambulanz für Vergewaltigungsopfer reklamiert Lauer für sich.

Auf Twitter veröffentlichte Lauer, dass er künftig bei den Sozialdemokraten mitwirken will.

Lauer will sich nach eigenen Angaben weiter um innenpolitische Themen wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft kümmern.

Kurz vor dem Exodus nach nur zehn Jahren

Die Piratenpartei hat grade erst ihren zehnjährigen Geburtstag gefeiert. Doch es war ein trauriges Fest. Die Partei ist tief gespalten. Bei der Wahl am Sonntag in Berlin werden die einstigen Rebellen wohl aus dem Parlament fliegen. 

Dabei zog die bundesweit erste Piratenfraktion für fünf Jahren in Berlin ins Abgeordnetenhaus ein - mit sagenhaften 8,9 Prozent. Vier weitere Landtage sollten folgen. Doch die damalige Aufbruchstimmung verlor sich in Streitigkeiten, den Ruf einer Chaostruppe wurde die Fraktion nicht mehr los.

Die prägenden Gesichter haben die Partei bereits verlassen: Die Ex-Bundesparteichefs Bernd Schlömer und Sebastian Nerz traten in die FDP ein. Schlömer kämpft jetzt für die Liberalen um einen Sitz im Berliner Parlament. 

"Partei hat sich nicht zum Positiven verändert"

Klammheimlich trat auch Marina Weisband, die frühere politische Geschäftsführerin, aus, wie sie der "taz" verriet. Die Partei habe sich nicht zum Positiven verändert, sagt sie. Fraktionschef Martin Delius ist kurz vor den Wahlen in Berlin der Linken beigetreten. 

Nach fünf Jahren im Parlament ist nur die Hälfte der Berliner Piraten-Abgeordneten noch Mitglied der Partei. 

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