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Volker Bouffier droht CSU mit Ausdehnung der CDU auf Bayern

Retourkutsche gegen Seehofer  

Bouffier droht mit CDU-Ausdehnung auf Bayern

22.09.2016, 16:19 Uhr | dpa

Volker Bouffier droht CSU mit Ausdehnung der CDU auf Bayern. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kann sich eine Aufkündigung der Fraktionsgemeinschaft mit der CSU vorstellen. (Quelle: dpa)

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kann sich eine Aufkündigung der Fraktionsgemeinschaft mit der CSU vorstellen. (Quelle: dpa)

Wie Du mir, so ich Dir: Sollte die CSU weiter gegen die große Schwester schießen, fordern der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Vorgänger Roland Koch eine Ausdehnung der CDU nach Bayern.

Wenn die Christsozialen im Flüchtlingsstreit nicht einlenken sollten, müsse man in München nach einer Immobilie Ausschau halten, sagte CDU-Vizechef Bouffier nach Informationen des "Focus" im CDU-Präsidium. Ein Teilnehmer der Sitzung bestätigte diese Aussage. 

Schon seit Monaten kokettiert CSU-Chef Horst Seehofer damit, dass seine Partei sich auf Bundesebene ausdehnen und bei der nächsten Bundestagswahl mit einem eigenen Kandidaten antreten könne.

Der "Focus" berichtete zudem, dass auch Koch, der als Symbolfigur der Konservativen in der CDU gilt, an eine Ausdehnung seiner Partei nach Bayern denke. "Wenn beide Seiten nicht bald zu einer Abkühlung kommen, dann wird CDU-Generalsekretär Tauber irgendwann in München Räumlichkeiten anmieten müssen", soll Koch im Vorstand der hessischen CDU nach Teilnehmerangaben gesagt haben. Auch der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz hatte diese Forderung gestellt.

CSU nicht geschlossen hinter Seehofer

Am Montag hatte CDU-Chefin Angela Merkel Fehler in der Flüchtlingskrise eingeräumt und war auch verbal von ihrem umstrittenen Satz "Wir schaffen das" abgerückt. Dies wird als Zugehen auf die CSU gewertet. Im CDU-Bundespräsidium begrüßte die Parteiführung diese neue Linie. Zugleich wurde aber das Vorgehen der CSU mit ihrer monatelangen Kritik an der Kanzlerin kritisiert. In der CDU wird seit Tagen darauf verwiesen, dass die CSU selbst gespalten sei und keineswegs geschlossen hinter Parteichef Horst Seehofer stehe.

Die Spitzen von CDU und CSU treffen sich am Nachmittag in Berlin, um unter anderem über einen Kompromiss in der Debatte über Obergrenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu beraten.

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