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CSU-Chef Horst Seehofer will für Berlin Spitzenamt aufgeben

"Nicht ewig den Libero machen"  

Plant Seehofer den Wechsel nach Berlin?

16.10.2016, 08:28 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

CSU-Chef Horst Seehofer will für Berlin Spitzenamt aufgeben. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer: Den anderen Parteien in Berlin die Stirn bieten.  (Quelle: dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer: Den anderen Parteien in Berlin die Stirn bieten. (Quelle: dpa)

Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer will mit Blick auf ein Amt in Berlin womöglich eine seiner Spitzenfunktionen aufgeben. "Ich kann für die CSU nicht ewig den Libero machen", sagte er der "Bild am Sonntag". 

"Einmal soll ich die absolute Mehrheit in München holen und dann die bayerischen Interessen in Berlin durchsetzen", so Seehofer weiter. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden nach der Wahl 2017 im nächsten Bundestag sieben Parteien sitzen. "Damit wir da den anderen die Stirn bieten können, brauchen wir den CSU-Chef und weitere starke Kräfte in Berlin."

"Seele der CSU nicht verkaufen"

Eine Ämtertrennung habe es schon früher gegeben und habe gut funktioniert - etwa zwischen Alfons Goppel und Franz Josef Strauß oder zwischen Edmund Stoiber und Theo Waigel. Damit sei seine Partei "auch gut gefahren", sagte Seehofer - und fügte hinzu: "Wenn wir in der Bundeshauptstadt stark sind, haben wir auch in München die besten Chancen - und umgekehrt.".

Gleichzeitig hielt Seehofer an seiner Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung fest. "Ich werde die Seele der CSU nicht verkaufen", sagte er. Die Obergrenze sei ein zentraler Punkt seiner Politik. "Dieses Kernelement werde ich nicht aufgeben, nur damit Harmonie herrscht." Die CSU will eine Obergrenze von 200.000 Zuwanderern pro Jahr durchsetzen. CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt dies strikt ab.

Mit der Entwicklung in diesem Jahr sei er jedoch zufrieden, so Seehofer. Die Bundesregierung habe ihre Zuwanderungspolitik im Stillen verändert. Nun gehe es um die Frage, was passiere, wenn wieder mehr als eine Million Menschen nach Deutschland drängen. Dafür brauche es eine klare Begrenzung und feste Regeln. Dies sollte in einem Gesetz verankert werden, bekräftigte er. In diesem Jahr kamen bislang 213.000 Flüchtlinge und Migranten nach Deutschland.

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