Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Parteien >

CSU-Parteitag: CSU will Front gegen "Linksfront" machen

Droht Lagerwahlkampf?  

CSU will Front gegen "Linksfront" machen

29.10.2016, 09:43 Uhr | dpa

CSU-Parteitag: CSU will Front gegen "Linksfront" machen. Die CSU unter Horst Seehofer scheint ihre Gegner für das kommende Wahljahr gefunden zu haben: die Linken und die moslemischen Ausländer. (Quelle: dpa)

Die CSU unter Horst Seehofer scheint ihre Gegner für das kommende Wahljahr gefunden zu haben: die Linken und die moslemischen Ausländer. (Quelle: dpa)

Die CSU will auf ihrem Parteitag mit drastischen Worten gegen ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene mobil machen. "Wir müssen verhindern, dass eine Linksfront aus SPD, Die Grünen und Linkspartei nach der Bundestagswahl die Macht übernimmt und Deutschland runterwirtschaftet."

So heißt es in einem Leitantrag für das Delegiertentreffen Ende kommender Woche in München, der an den Parteivorstand verschickt wurde. Ungeachtet der wachsenden sozialen Ungerechtigkeit wird dort postuliert: "Entweder es geht weiter aufwärts in Deutschland mit einer unionsgeführten Bundesregierung, die für Sicherheit, Wohlstand und klare Werte steht. Oder es geht abwärts mit Deutschland durch Rot-Rot-Grün."

Ein Linksbündnis heiße "Steuererhöhungen, Multikulti, außenpolitische Isolation und eine familienfeindliche Politik", warnt die CSU. "Davor müssen wir unser Land bewahren." Der Titel des Papiers, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, lautet: "Linksrutsch verhindern - damit Deutschland Deutschland bleibt."

"Religion des Terrors"

Das Thema Abgrenzung scheint darüber hinaus eine zentrale Rolle auf dem Parteitag der CSU zu spielen. Die bayerische CDU-Schwester will zum "Kampf mit dem Politischen Islam" aufrufen. Wie der "Münchner Merkur" erfahren hat, soll der Politische Islam als "die Religion des Terrors" bezeichnet werden.

Dem Islam insgesamt begegne die CSU zwar mit Wertschätzung, aber den Politischen Islam müsse man davon unterscheiden. "In den letzten Jahrzehnten hat keine andere ideologische Bewegung weltweit so viel Gewalt, Zerstörung und Destabilisierung hervorgebracht wie der Politische Islam."

Der Parteitag findet am 4. und 5. November in München statt. Die CSU-Spitze erklärt nach Angaben der Zeitung in dem 16-seitigen Leitantrag, dass es falsch sei "zu sagen, der Terror habe nichts mit dem Islam zu tun".

Kampf den "Winterfesten"

Die Partei stemmt sich auch gegen die These, der Islam gehöre zu Deutschland. Vielmehr müssten die Menschen hier ihre "kulturelle Identität aktiv verteidigen". Als Beispiele werden genannt: keine "Winterfeste", sondern Christkindlmärkte, kein Verzicht auf Schweinefleisch in Kantinen und keine gesonderten Zeiten für Muslime in Schwimmbädern.


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal