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CDU/CSU rutscht in Wählergunst weiter ab - auch AfD verliert

Auch AfD verliert  

Union rutscht in der Wählergunst weiter ab

17.04.2016, 15:29 Uhr | rtr

CDU/CSU rutscht in Wählergunst weiter ab - auch AfD verliert. Kommt umfragemäßig derzeit nicht so gut weg: die CDU um Angela Merkel, Wolfgang Schäuble (links) und Thomas de Maizière. (Quelle: dpa)

Kommt umfragemäßig derzeit nicht so gut weg: die CDU um Angela Merkel, Wolfgang Schäuble (links) und Thomas de Maizière. (Quelle: dpa)

Zwei Drittel der Deutschen halten einer Umfrage zufolge die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fall Böhmermann für falsch. Gleichzeitig ist die Union in der Wählergunst abgerutscht.

Bereits vor dem Freitag, als Merkel die Böhmermann-Entscheidung verkündete, hatte das Meinungsforschungsinstitut Emnid fast 2000 repräsentativ ausgewählte die Sonntagsfrage gestellt. CDU und CSU kommen dabei zusammen auf nur noch 33 Prozent, ein Punkt weniger als vor einer Woche. Nach einer zwischenzeitlichen leichten Erholung ist bei Emnid damit wieder der Tiefststand von vor zwei Wochen erreicht.

Auch die AfD fiel um einen Punkt. Nur noch elf Prozent der Wähler gaben bei der Erhebung im Auftrag der "Bild am Sonntag" an, für die rechtspopulistische Partei stimmen zu wollen, wenn am nächsten Sonntag Bundeswahl wäre.

Dagegen legte die Linke um einen Punkt auf neun Prozent zu. Keine Veränderungen gab es bei SPD (22 Prozent), Grüne (13 Prozent) und FDP (sieben Prozent), wie aus der Befragung für die "Bild am Sonntag" hervorgeht.

Ablehnung gleich verteilt

Direkt nach Merkels Bekanntgabe der Entscheidung im Fall Böhmermann befragte Emnid noch einmal 500 repräsentativ ausgewählte Personen. Dabei sprachen sich 66 Prozent gegen die Ermächtigung für ein Strafverfahren gegen den Satiriker Jan Böhmermann wegen Beleidigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aus.

Nur 22 Prozent halten den Beschluss für richtig, zwölf Prozent sind unentschieden. Die Ablehnung von Merkels Entscheidung ist bei Anhängern der Union mit 62 Prozent fast genauso hoch wie bei bekennenden Sozialdemokraten mit 63 Prozent. Die Zustimmung lag bei den SPD-Wählern bei 26 Prozent und bei jenen von CDU oder CSU bei 29 Prozent.

Paragraf 103 soll abgeschafft werden

Wegen eines Schmähgedichts von Böhmermann hatte die Türkei die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes nach Paragraf 103 des Strafgesetzbuches verlangt. Dem gab die Bundesregierung am Freitag statt.

Merkel kündigte zugleich die Abschaffung des Paragrafen bis 2018 an. Die Grünen wollen möglichst rasch eine Abstimmung darüber im Bundestag. "Wir werden unseren Gesetzentwurf nächste Sitzungswoche einbringen", kündigte der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter gegenüber der "Bild am Sonntag" an.



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