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Forsa-Umfrage sieht CSU ohne absolute Mehrheit - Horst Seehofer "gelassen"

Massive Verluste  

Umfrage sieht CSU ohne absolute Mehrheit

09.06.2016, 13:15 Uhr | dpa, rtr, AFP, t-online.de

Forsa-Umfrage sieht CSU ohne absolute Mehrheit - Horst Seehofer "gelassen". Vom Abswärtssog der Union erfasst? Die CSU Spitze um Horst Seehofer und Andreas Scheuer sieht das anders. (Quelle: dpa)

Vom Abswärtssog der Union erfasst? Die CSU Spitze um Horst Seehofer und Andreas Scheuer sieht das anders. (Quelle: dpa)

Schlechte Umfragewerte aufgrund der Flüchtlingskrise haben innerhalb der Union bislang nur die CDU betroffen. Einer neuen Forsa-Umfrage zufolge wird nun aber auch die Schwesterpartei CSU vom Abwärtssog erfasst. Die Parteispitze reagiert verärgert und attackiert ihrerseits die Meinungsforscher.

"Bei allen seriösen Umfrageinstituten liegt die CSU seit vielen Monaten und auch zeitgleich stabil um 48 Prozent", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Forsa und dessen Chef Manfred Güllner machten keine Umfragen, sondern Stimmung, polterte Scheuer. "So was überhaupt zu veröffentlichen, ist stümperhaft und unprofessionell."

Fast acht Punkte weniger

Forsa sieht die CSU in der am Mittwoch für das Magazin "Stern" veröffentlichten Umfrage nur noch bei 40 Prozent. Das sind fast acht Punkte weniger als bei der Landtagswahl 2013. Ihre absolute Mehrheit im Münchner Landtag hätten die Christsozialen damit verloren.

Forsa-Chef Güllner wertete das Stimmungsbild als Beleg, dass der Kurs von CSU-Chef Horst Seehofer gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) keinen Erfolg bringt. "Die Ergebnisse zeigen, dass Horst Seehofers wiederholte Attacken gegen Kanzlerin Angela Merkel also keinesfalls Wähler am rechten Rand der CSU binden", zitierte der "Stern" Güllner.

Bessere Daten bei anderen Instituten

Seehofers Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Er nehme die Umfrage nicht ernst, sagte der Parteichef. "Politische Kundgebungen von Herrn Güllner sehe ich immer sehr gelassen." Und in der Tat sind die Umfragewerte der CSU bei anderen Instituten deutlich besser. Die nach Forsa aktuellsten Daten stammen vom Hamburger Meinungsforschungsinstitut GMS im Auftrag von Sat 1, das in der Vergangenheit wegen seiner vermeintlichen Nähe zur CSU kritisiert worden war. Die jüngsten Zahlen von Infratest Dimap für die ARD wiederum stammen noch aus dem Januar.

Und so gibt es auch in der CSU vereinzelt warnende Stimmen, die den guten Umfragen misstrauen - insbesondere wegen des schlechten Abschneidens bei der Europawahl 2014. Damals waren die Umfragewerte ebenfalls höher als das tatsächliche Wahlergebnis von 40,5 Prozent - der bisherige Tiefstand der CSU bei einer Europawahl.

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