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Angela Merkel ist so unbeliebt wie seit fünf Jahren nicht mehr

Miserable Umfragewerte  

Merkel ist so unbeliebt wie seit fünf Jahren nicht mehr

02.09.2016, 07:11 Uhr | dpa, AFP

Angela Merkel ist so unbeliebt wie seit fünf Jahren nicht mehr. Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Debatte im Bundestag. (Quelle: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel während einer Debatte im Bundestag. (Quelle: dpa)

Ein Jahr nach ihrer historischen Entscheidung in der Flüchtlingskrise reißt die Kette miserabler Umfrageergebnisse für Angela Merkel nicht ab. Im Politiker-Ranking des "ARD-Deutschlandtrends" erreicht die Kanzlerin mit 45 Prozent Zustimmung nur noch den sechsten Platz - es ist zudem ihr niedrigstenr Wert seit 2011.

Auf Platz eins der Beliebtheitsskala des Instituts Infratest dimap liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) - 73 Prozent sind mit ihm zufrieden oder sehr zufrieden (plus zwei Prozentpunkte). Es folgen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 65 Prozent Zustimmung (plus fünf) und der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (56 Prozent/plus fünf). 

Auch Merkels Unions-Kontrahent, Horst Seehofer, liegt nur noch knapp hinter der CDU-Vorsitzenden. Der Bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef erreicht 44 Prozent Zustimmung. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel (plus zwei) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (minus fünf) kommen auf je 41 Prozent.

Union verliert, AfD legt zu

Bei der "Sonntagsfrage" zur Wahlentscheidung kommen CDU und CSU bundesweit auf nur noch 33 Prozent - gegenüber 34 Prozent im Vormonat und 41,5 Prozent bei der Bundestagswahl 2013. Die AfD profitiert massiv vom Unmut vieler Bürger über Merkels liberale Flüchtlingspolitik und steigert sich von zwölf auf 14 Prozent.

Die SPD legt um einen Prozentpunkt auf 23 Prozent zu, die Grünen fallen auf elf Prozent (minus zwei). Linke (neun Prozent) und FDP (fünf Prozent) bleiben unverändert.

Landtagswahl: Merkel ruft zu hoher Beteiligung auf

Nicht die besten Voraussetzungen für die Union vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Angesichts eines sich abzeichnenden Debakels am Sonntag rief Merkel die Bürger im Nordosten mit Blick auf die AfD zu einer hohen Wahlbeteiligung auf: "Je mehr Menschen wählen gehen, umso geringer ist der Anteil bestimmter Parteien, die aus meiner Sicht keine Antwort auf die Probleme geben und sich im Protest erschöpfen - oft auch mit Hass gepaart", sagte die Kanzlerin dem Rundfunksender NDR Info.

Trotz des schwierigen Umfelds setzt die Union darauf, im Nordosten nicht von der AfD überholt zu werden. Der Parlamentarische Geschäftsführer im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), sagte in Berlin: "Die AfD ist keine bürgerliche Partei, sondern eine reine Protestpartei." Sie werde nicht gewählt, weil man Lösungen von ihr erwarte.

AfD und CDU in neuester Umfrage gleichauf

Die neueste Umfrage sieht die AfD und die CDU unterdessen gleichauf: Laut Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für ein "Politbarometer Extra" im ZDF kommt die CDU unverändert zur Vorwoche auf 22 Prozent, während die AfD um einen Punkt auf 22 Prozent zulegt.

Die SPD verharrt bei 28 Prozent, unverändert bleiben auch die Werte der Linken (13 Prozent) und der Grünen (6 Prozent). Die FDP könnte mit drei Prozent rechnen, sie würde damit an der Fünfprozenthürde scheitern. Die anderen Parteien, darunter auch die NPD, blieben jeweils unter drei Prozent.

Laut ZDF geben diese Werte lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Laut Umfrage wissen 38 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie überhaupt wählen wollen.

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