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ESA plant bemannte Raumflüge in Deutschland

ESA plant bemannte Raumflüge in Deutschland

17.01.2011, 09:32 Uhr | dpa, dapd

ESA plant bemannte Raumflüge in Deutschland. Das Raumfahrt-Kontrollzentrum der ESA soll künftig auch bemannte Missionen koordinieren (Foto: dpa)

Das Raumfahrt-Kontrollzentrum der ESA soll künftig auch bemannte Missionen koordinieren (Foto: dpa)

Deutschland wird für die europäische Raumfahrt in Zukunft eine große Rolle spielen. Die europäische Weltraumorganisation ESA will in den Ausbau des Raumflugkontrollzentrums (ESOC) in Darmstadt 60 Millionen Euro investieren. Dort will die ESA künftig auch bemannte Raumflüge planen und koordinieren - die südhessische Stadt wird zum "europäischen Houston".

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Die von den 18 Mitgliedstaaten der ESA skizzierten Programme für bemannte Raumflüge zur ISS sollen künftig in Darmstadt zentral entwickelt werden. Bereits im Frühjahr 2011 werde das Programmdirektorat für bemannten Raumflug eingerichtet, sagte ESA-Direktor Jean-Jacques Dordain.

Die Erweiterung des des ESOC-Kontrollzentrums erfolgt in drei Schritten. In der ersten Phase sollen bis 2013 rund 24 Millionen Euro investiert werden. Der dritte Abschnitt soll etwa 2020 abgeschlossen sein.

Darmstadt das "Tor zum Weltraum"

Dann könnten von Darmstadt aus mehr Projekte als bisher betreut werden, sagte der ESA-Leiter für Strategie Alexander Cwielong. Dazu zählten auch zusätzliche Erdbeobachtungen sowie eine für 2016 geplante Mars-Mission.

Schon in einer ersten Ausbauphase sollen zu den vorhandenen rund 800 Mitarbeitern bis zu 120 Beschäftigte hinzukommen, kündigt Cwielong an. Insgesamt könnten am Standort mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen.

Die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) kündigte an, das Land werde die Investitionen für Darmstadts "Tor zum Weltraum" im laufenden Jahr mit zwei Millionen Euro unterstützen. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze (CDU), kündigte an, die Bundesregierung werde sich am Ausbau des Standorts mit 9,5 Millionen Euro beteiligen.

Deutschland übernimmt führende Rolle

Auch ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain unterstrich die Bedeutung des Kontrollzentrums: "Ohne ESOC kann bei der ESA keine Weltraummission erfolgen." Der Darmstädter Standort stehe für Erfolg. Deutschland habe bei vielen Projekten eine führende Rolle übernommen. Das Zentrum leitet operationell die meisten Satellitenmissionen der europäischen Weltraumorganisation. Bisher wurden mehr als 60 solcher Flugkörper betreut.

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