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"Curiosity" im NASA-Video: So gelang die Marslandung

NASA-Video: So landete "Curiosity" auf dem Mars

07.08.2012, 13:08 Uhr | dapd, dpa

"Curiosity" im NASA-Video: So gelang die Marslandung. Kurz vor der Landung: "Curiosity" hat den Hitzeschild abgesprengt. (Quelle: dpa)

Kurz vor der Landung: "Curiosity" hat den Hitzeschild abgesprengt. (Quelle: dpa)

Die NASA hat ein Video über die letzten zweieinhalb Minuten vor der Landung der Mars-Sonde "Curiosity" auf dem Roten Planeten veröffentlicht. Das Video in niedriger Auflösung zeigt, wie der Hitzeschutzschild abfällt, während der Rover durch die Mars-Atmosphäre Richtung Boden rast.

Die narbige Oberfläche des roten Planeten zeichnet sich immer deutlicher ab, es sind Krater und Berge zu sehen, bis Staub aufwirbelt - die Düsen des Krans haben den Fall gebremst und "Curiosity" wird sanft auf dem Boden abgesetzt. Der Rover hatte das heikle Landemanöver am Montagmorgen gemeistert. Seither hat die Sonde bereits eine Vielzahl von Fotos übermittelt.

Das sechsrädrige Fahrzeug mit einem Gewicht von 900 Kilogramm soll zwei Jahre lang den Mars nach Hinweisen auf die Existenz von Wasser und damit der Grundlage für Leben auf dem Roten Planeten erforschen. Zudem wird untersucht, ob es bereits früher lebende Bakterien auf dem Mars gegeben hat. Bis zuletzt hatten die Wissenschaftler gebangt - nicht nur um die 2,5 Milliarden Dollar, die das Projekt verschlungen hat.

Mit Wetterstation ausgestattet

"Curiosity" ist der teuerste und ausgefeilteste Roboter, der je für die Erforschung eines anderen Planeten gebaut wurde. Das Marsmobil ist mit einem chemischen Labor, Videokameras, einem Laserstrahl sowie mit einem über zwei Meter langen Roboterarm und einer Wetterstation ausgestattet.

Den in der Nähe des Marsäquators liegenden Krater Gale mit dem 5000 Meter hohen Mount Sharp in der Mitte wählte die NASA aus, weil "Curiosity" dort mit der Untersuchung von Sedimentschichten tief in die Vergangenheit des Planeten eindringen kann.

Auf der Suche nach versteinerten Bakterien

Besonders soll der Roboter Sulfate und Tonminerale unter die Lupe nehmen, die auf Wasser hindeuten. Und irgendwo in den Ablagerungen, so die Hoffnung, könnten sich vielleicht auch Spuren von Bakterien oder anderen mikrobiologischen Lebewesen verbergen.

"Curiosity" kann mit seinem Roboterarm in den Boden oder in einen Fels bohren und Proben entnehmen. In seinem integrierten chemischen Labor kann dann deren Zusammensetzung analysiert werden. Mit seinem Laserstrahl mit einer Reichweite von bis zu acht Metern kann "Curiosity" zudem die Oberfläche von Gestein analysieren. Er soll darüber hinaus die Marsumgebung nach Methan absuchen, weil das Gas auf die Existenz von Wasser schließen lässt.

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Nur wenige Versuche erfolgreich

"Gale bietet eine großartige Gelegenheit, verschiedene Umgebungen zu überprüfen, die potenziell Leben ermöglichen", sagt John Grotzinger, der wissenschaftliche Leiter der Mission. Drei bis vier Milliarden Jahren zurück in die Vergangenheit des Mars könnte die geologische Zeitreise von "Curiosity" gehen. Damals könnte der staubige und karge Rote Planet "mehr wie die Erde" ausgesehen haben, spekuliert Grotzinger.

In der Vergangenheit waren nur wenige Marslandungen erfolgreich. Von 14 Versuchen verschiedener Raumfahrtagenturen gelangen sechs.

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