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Maya zerstückelten ihre Feinde: Deutsche Forscher entdecken Massengrab

Deutsche Forscher finden Massengrab  

Maya zerstückelten ihre Feinde

11.09.2013, 15:14 Uhr | t-online.de , dpa , AFP

Maya zerstückelten ihre Feinde: Deutsche Forscher entdecken Massengrab. Bei einigen der Maya-Opfer im Massengrab wurden Zahneinlagen aus Jade entdeckt. (Quelle: dpa/Uni Bonn)

Bei einigen der Maya-Opfer im Massengrab wurden Zahneinlagen aus Jade entdeckt. (Quelle: Uni Bonn/dpa)

Die Maya zerstückelten wohl ihre Feinde. Wissenschaftler der Universität Bonn entdeckten in der früheren Maya-Stadt Uxul in Mexiko ein 1400 Jahre altes Massengrab. Die Spuren an den Knochen deuten auf einen gewaltsamen Tod der Menschen hin. Die Opfer seien offenkundig enthauptet und zerstückelt worden.

Die in der Maya-Kunst häufig dargestellte Zerstückelung von Kriegsgefangenen und Gegnern sei tatsächlich praktiziert worden, sagte Prof. Nikolai Grube am Dienstag in Bonn.

Seit fünf Jahren graben unter seiner Leitung Archäologen der Abteilung Altamerikanistik der Universität Bonn in Uxul, um Entstehen und Zerfall von Regionalstaaten im Maya-Tiefland zu erforschen.

Skelette von 24 Menschen freigelegt

Die Knochen lagen in einer rund 32 Quadratmeter großen künstlichen Höhle, die früher als Wasserspeicher genutzt wurde. Insgesamt wurden die Skelette von 24 Menschen freigelegt. Sämtliche Schädel lagen ohne eine Verbindung zum Rest der Körper in der Höhle verstreut, selbst der Großteil der Unterkiefer war von den Köpfen getrennt worden.

Beilspuren an den Nackenwirbeln werteten die Wissenschaftler als deutlichen Hinweis auf Enthauptungen. Einer der Schädel wies einen unverheilten Schädelbruch auf, der vermutlich von einem Keulenschlag herrührte. Außerdem sind an zahlreichen Schädeln Schnittspuren von scharfen Gegenständen zu erkennen, die von Steinbeilen stammen könnten.

Maya-Opfer hatten Zahneinlagen aus Jade

Die Knochen lagen in einer Lehmschicht und waren deshalb gut erhalten. Bei 15 der Skelette konnten deshalb Alter und Geschlecht bestimmt werden. Es handelte sich um dreizehn Männer und zwei Frauen, die zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 18 und 42 Jahre alt waren.

Einige der Toten hatten Zahneinlagen aus Jade, was die Wissenschaftler als Zeichen für einen hohen sozialen Status werten. Noch ist unklar, ob es sich um Kriegsgefangene aus einer anderen Maya-Stadt handelte, die in Uxul geopfert wurden oder um Adlige aus Uxul selbst. Dies soll eine Isotopenanalyse klären.

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