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Keine Panik: Asiatische Buschmücke breitet sich in Deutschland aus

Überträger des Nil-Fiebers  

Asiatische Buschmücke breitet sich in Deutschland aus

04.04.2015, 09:27 Uhr | dpa

Einer der möglichen Überträger von Krankheiten wie dem Nil-Fieber, die gefährliche Asiatische Buschmücke, könnte sich in Deutschland weiter ausbreiten. Nach Modellberechnungen von Wissenschaftlern droht eine Verbreitung auch in Südhessen, im Saarland und im nördlichen Nordrhein-Westfalen, wie das Senckenberg-Forschungszentrum Frankfurt mitteilte.

"In diesen Gebieten ist das Klima gemäßigt und wärmer und damit ein idealer Lebensraum für die Asiatische Buschmücke", sagte Professor Sven Klimpel. Kürzlich hatten die Forscher um Klimpel ihre Ergebnisse im Fachjournal "Parasitology Research" veröffentlicht.

Bereits nachgewiesen ist die Asiatische Buschmücke (Ochlerotatus japonicus japonicus) den Experten zufolge in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Wegen des milden Winters könnte sie bald lästig werden. Der wissenschaftliche Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs/Speyer), Norbert Becker, warnte vor Panikmache. Bisher gehe in Deutschland von der Asiatischen Buschmücke keine Gefahr für den Menschen aus.

Die Mückenart stammt ursprünglich aus Süd-China, Japan und Korea und gelangt auf dem Landweg nach Deutschland. "Vor allem mit Autoreifen und dem Güterverkehr kommen die Mücken hierher", sagte Klimpel. In Teilen Deutschlands und Europas herrschten ähnliche klimatische Bedingungen wie in den Herkunftsländern, deshalb fühlten sie sich hier so wohl. Das erste Mal wurde die Mückenart 2008 im südlichen Baden-Württemberg entdeckt.

"Bisher ist das Übertragungspotenzial in Europa nur im Labor nachgewiesen, aber noch nicht im Freiland", sagte Klimpel. In den USA sei das West-Nil-Virus aber bereits bei Mücken festgestellt worden. Infektionen bei Menschen bleiben oft unbemerkt. Allerdings kann das West-Nil-Virus auch grippeähnliche Beschwerden mit Fieber auslösen, in schweren Fällen kann es etwa zu Gehirnentzündungen kommen.

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