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Copernicus: Esa bringt weiteren Sentinel-Satelliten ins All

Erdbeobachtungsprogramm Copernicus  

Europa schickt weiteren Satelliten ins All

22.06.2015, 19:14 Uhr | dpa

Europas Erdbeobachtungsprogramm Copernicus wird durch einen weiteren Satelliten erweitert. Die europäische Arianespace will am Dienstag den Satellit Sentinel-2A mit einer Vega-Rakete ins Weltall bringen, um massenhaft Daten über Landwirtschaft oder Naturkatastrophen zu sammeln. Bis 2021 sollen sogar insgesamt zehn Sentinel-Satelliten (Englisch für Wächter) um die Erde kreisen, um umfassendes Material über Entwicklung und Nutzung der Erde zu sammeln. Getragen wird das Programm von der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumorganisation Esa.

Flugnummer VV05 soll nach Angaben des Unternehmens am Dienstagmorgen (03.52 Uhr deutscher Zeit) vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana starten. Bis zur Aussetzung des Satelliten Sentinel-2A sollen knapp 55 Minuten Flugzeit vergehen. Der von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen am Bodensee gebaute 1140 Kilo schwere Flugkörper soll in einer Höhe von 786 Kilometern die Erde umkreisen.

Ein Satellit für Copernicus-Programm bereits im All

Die Vega ist der kleinste Lastenträger von Arianespace, das Unternehmen schickt auch Ariane-5- und Sojus-Raketen ins All. Die Vega ist aus Sicht von Arianespace-Chef Stéphane Israël eine "extrem erfolgreiche Rakete" mit bisher vier gelungenen Starts in Kourou. Der rund 30 Meter hohe Lastenträger ist mit vier Stufen ausgestattet.

Bereits im vergangenen Jahr ist mit Sentinel-1A ein Satellit für Copernicus im All platziert worden. Das Programm sammelt Daten über Entwicklungen auf der Erde. Auf Grundlage der Informationen können Politiker zum Beispiel über Strukturmaßnahmen entscheiden. Die Daten stehen auch Unternehmen, Landwirtschaft oder Wissenschaft zur Verfügung. Wegen der Möglichkeit der Grenzüberwachung wird das Programm auch kritisiert.

Copernicus-Programm kostet sechs Milliarden Euro

Das mit rund sechs Milliarden Euro konzipierte Copernicus-Programm nutzt neben den zehn vorgesehenen eigenen Satelliten auch Daten anderer Raumfahrtprojekte und kombiniert die Informationen mit Messungen von Ballonen, Flugzeugen, Wetterstationen, Flusspegeln oder Messbojen.

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