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Klimawandel: Schmelzen der Gletscher ist nicht mehr zu stoppen

Rückgang ohne Klimawandel  

Gletscherschmelze erreicht Rekordwert

04.08.2015, 16:04 Uhr | AFP

Weltweit schmelzen die Gletscher seit Beginn des 21. Jahrhunderts im Rekordtempo. Laut einer am Montag im "Journal of Glaciology" veröffentlichten Studie sind die Gletscher durch die Schmelze inzwischen so stark aus dem Gleichgewicht geraten, dass sie vermutlich auch dann weiter an Eis verlieren werden, wenn der Klimawandel eine Pause einlegt.

"Die Eisdicke der beobachteten Gletscher nimmt derzeit jedes Jahr zwischen einem halben und einem ganzen Meter ab", erklärte der Hauptautor der Studie, Michael Zemp. Nach Angaben des Direktors des globalen Gletscherüberwachungsdienstes (World Glacier Monitoring Service) ist das zwei- bis dreimal mehr als der Durchschnitt im 20. Jahrhundert. Exakte Messungen dieser Eisverluste gebe es zwar nur von ein paar hundert Gletschern, erklärte Zemp. Die Ergebnisse würden aber durch feld- und satellitengestützte Beobachtungen zehntausender Gletscher weltweit untermauert.

Gletscherschmelze setzt sich rasant fort

Daten der von der Studie nicht abgedeckten vergangenen fünf Jahre zeigen demnach, dass sich die Gletscherschmelze in gleichem rasanten Tempo fortsetzen wird. Der Rekord des 20. Jahrhunderts aus dem Jahr 1998 wurde laut Zemp in den Jahren 2003, 2006, 2011 und 2013 gebrochen - ebenso wie "vermutlich auch" im vergangenen Jahr.

Zwar wuchsen einige Gletscher im gleichen Zeitraum, doch war dies der Studie zufolge regional und zeitlich begrenzt. Als Beispiel nannten die Autoren die norwegischen Gletscherzungen, die in den 90er Jahren einige hundert Meter an Länge zugenommen hatten. Insgesamt aber seien die Gletscher dort seit dem späten 19. Jahrhundert um mehrere Kilometer geschrumpft.

Beobachtungen von 2001 bis 2010

Der World Glacier Monitoring Service mit Sitz an der Universität Zürich sammelt die Ergebnisse weltweiter Gletscherbeobachtungen, die jedes Jahr von einem Netzwerk aus Wissenschaftlern und Beobachtern zusammengetragen werden. Für die Studie wurden die Beobachtungen der Jahre 2001 bis 2010 mit sämtlichen verfügbaren Daten aus Feldbegehungen sowie von Flugzeugen und Satelliten verglichen.

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