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Ungewöhnlich viele Tote bei Stiertreiben in Spanien

Viele Tote bei Stiertreiben in Spanien  

"Die Fiesta ist mit Blut befleckt"

27.08.2015, 10:05 Uhr | dpa

Ungewöhnlich viele Tote bei Stiertreiben in Spanien. Stiertreiben im Madrider Vorort San Sebastian de los Reyes: Ein Teilnehmer wird von einem der Tiere erwischt. (Quelle: dpa)

Stiertreiben im Madrider Vorort San Sebastian de los Reyes: Ein Teilnehmer wird von einem der Tiere erwischt. (Quelle: dpa)

Bei den traditionellen Stiertreiben in Tausenden spanischen Orten gab es in diesem Jahr außergewöhnlich viele Todesfälle. Die Veranstalter sprechen von Zufall, die Fans des Spektakels meinen: "Ein Null-Risiko gibt es nicht."

Die Aufnahmen mit dem Handy bezahlte er mit seinem Leben: Ein junger Mann war bei einem Stiertreiben in Mittelspanien so sehr auf seine Fotos konzentriert, dass er das Näherkommen eines Bullen nicht bemerkte. Der Stier nahm den 32-Jährigen auf die Hörner und verletzte ihn tödlich. Der Tod des Spaniers in Villaseca de la Sagra in der Gegend von Toledo war jedoch in diesem Sommer kein Einzelfall.

Bei den Stiertreiben, die in vielen spanischen Gemeinden ein fester Bestandteil der Volksfeste sind, kamen in den Monaten Juli und August bisher wenigstens zehn Menschen ums Leben - deutlich mehr als in den letzten Jahren und ebenso viele wie im "Rekordjahr" 2009. Die Zahl der Verletzten dürfte in die Hunderte gehen. "Die Fiesta ist mit Blut befleckt", beklagte die Zeitung "El Mundo".

Einfache Erklärung für zunehmende Todesfälle

Der Anstieg der Zahl der Todesfälle dürfte damit zu tun haben, dass in Spanien derzeit deutlich mehr Stiertreiben stattfinden als vor wenigen Jahren. Schon 2014 waren es im ganzen Land fast 16.000, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele Gemeinden hatten die Erfahrung gemacht, dass sie bei ihren Volksfesten mehr Besucher anlocken, wenn eine Stierhatz auf dem Programm steht.

Zudem bieten Züchter die Stiere immer günstiger an. Das liegt daran, dass die Zahl der regulären Stierkämpfe in Arenen drastisch zurückgegangen ist. Daher gibt es ein Überangebot an Stieren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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