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Terror in Dhaka: 20 Geiseln des IS sterben bei Erstürmung

Terror-Drama in Dhaka  

20 Geiseln sterben vor Erstürmung von Restaurant

02.07.2016, 15:03 Uhr | dpa, AP, rtr

Terror in Dhaka: 20 Geiseln des IS sterben bei Erstürmung. Polizei und Militär riegelten das Diplomatenviertel in Dhaka rund um das betroffene Restaurant vor der Erstürmung weiträumig ab. (Quelle: AP/dpa)

Polizei und Militär riegelten das Diplomatenviertel in Dhaka rund um das betroffene Restaurant vor der Erstürmung weiträumig ab. (Quelle: AP/dpa)

Die Geiselnahme durch die IS-Terrormiliz in Dhaka hat am Samstagmorgen mit einem Blutbad geendet. Nach stundenlanger Belagerung stürmten Sicherheitskräfte schließlich das Restaurant in der Hauptstadt von Bangladesch - dabei wurden laut Armee offenbar 20 Geiseln und sechs Geiselnehmer getötet.

Zunächst war gemeldet worden, dass bei der Erstürmung 13 Geiseln gerettet worden sein. Klarheit über diese widersprüchlichen Angaben herrscht bislang noch nicht. Zwei Polizeibeamte waren bereits bei Schusswechseln vor der Erstürmung getötet worden. Unter den toten Geiseln sollen neun Italiener und sieben Japaner sein. 

Spezialeinheiten von Polizei und Militär hatten zuvor das Gebiet rund um das bei Ausländern beliebte Restaurant "Holey Artisan Bakery" im Diplomatenviertel von Dhaka abgeriegelt und schweres Gerät aufgefahren. Während der Aktion fielen Schüsse; Explosionen erschütterten die Stadt. Nach Angaben von lokalen Reportern vor Ort ging die Erstürmung sehr schnell.

In der Nacht zum Samstag hatten mindestens acht Bewaffnete das spanische Restaurant angegriffen und sich dort mit mehr als 20 Geiseln verschanzt. Deren Identität ist nur zum Teil bekannt; mindestens sieben Italiener sollen darunter sein, auch Japaner waren betroffen.

IS bekannte sich zur Tat

Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte sich nach Angaben der US-amerikanischen Terrorbeobachtungsstelle Site unter Berufung auf die IS-nahe Nachrichtenagentur "Amaq" zur Tat bekannt. Zudem veröffentlichte Site über Twitter ein Poster der dem IS nahe stehenden "Sons Caliphate Army", das sich auf den Anschlag bezieht. Die Behörden haben sich noch nicht zu den Tätern geäußert.

Seit Anfang 2013 leidet das muslimische Bangladesch mit seinen rund 160 Millionen Einwohnern unter einer Serie islamistisch motivierter Angriffe. Opfer sind in der Regel Religionskritiker, Intellektuelle und Angehörige religiöser Minderheiten. Auch gegen ausländische Staatsbürger wurden schon Anschläge verübt.

Zu vielen der Attentate bekannten sich islamistische Organisationen wie Al-Kaida und der Islamische Staat (IS) oder lokale Organisationen, die mit ihnen verbunden sind. Die Regierung bestreitet jedoch, dass der IS in Bangladesch aktiv sei, und macht allein örtliche Extremistengruppen und die Opposition für die Anschläge verantwortlich.


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