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Syiren: Rotes Kreuz versucht Schlacht um Aleppo aufzurütteln

Schlacht um Aleppo  

Rotes Kreuz: "Einer der schlimmsten Konflikte der Neuzeit"

16.08.2016, 15:22 Uhr | dpa

Syiren: Rotes Kreuz versucht Schlacht um Aleppo aufzurütteln. Eine Trümmerwüste: Aleppo. (Quelle: dpa)

Eine Trümmerwüste: Aleppo. (Quelle: dpa)

Mit einem eindringlichen Appell versucht das Rote Kreuz die Konfliktparteien zum Einlenken zu bringen: Die Schlacht um Aleppo sei einer der schlimmsten Konflikte der Neuzeit, sagte der Chef des Internationalen Roten Kreuzes, Peter Maurer. Die Lage in der syrischen Stadt scheint in der Tat aussichtslos.

Zuletzt hatte Russland statt der geforderten Waffenruhe eine dreistündige Feuerpause pro Tag angekündigt. Geschwiegen haben die Waffen in Aleppo bislang allerdings noch nicht, berichten Beobachter.

Das Rote Kreuz forderte die Konfliktparteien auf, das Töten im umkämpften Aleppo zu beenden. Der Kampf um die geteilte syrische Metropole sei "zweifellos einer der verheerendsten städtischen Konflikte der Neuzeit", erklärte Präsident Maurer. "Nichts und niemand in Aleppo ist sicher", fügte er hinzu.

Häuser, Schulen und Krankenhäuser seien allesamt in der Schusslinie der Konfliktparteien, und die Menschen in Aleppo lebten in einem dauerhaften Angstzustand. Das Leid der Bevölkerung und vor allem der Kinder sei "gewaltig". Er rufe daher alle Seiten dazu auf, "die Zerstörung, die willkürlichen Angriffe und das Töten zu stoppen".

Einwohnerzahl drastisch geschrumpft

Die zweitgrößte Stadt Syriens war früher eine lebendige Wirtschafts- und Kulturmetropole. Seit Mitte 2012 ist sie in einen von den bewaffneten Aufständischen kontrollierten Osten und einen von der Regierung beherrschten Westen geteilt.

Nachdem die Regierungstruppen Mitte Juli die Kontrolle über die letzte Zufahrtstraße in die Rebellenviertel übernommen hatten, verschlechterte sich die Lage der dort lebenden 250.000 Zivilisten dramatisch. Insgesamt leben in Aleppo noch rund 1,5 Millionen Zivilisten - eine Million weniger als noch vor sechs Jahren.

Den Angaben von Peter Maurer wurde durch die Kämpfe die Infrastruktur der Stadt zerstört, die flächendeckende Strom- und Wasserversorgung brach zusammen. Das Rote Kreuz begann bereits mit Trinkwasserlieferungen und forderte einen freien Zugang für alle anderen Hilfsorganisationen.

Steinmeier abgeblitzt

Auch die Uno hatte in der Vergangenheit bereits regelmäßige zweitägige Feuerpausen gefordert, damit Zivilisten in Aleppo versorgt werden können. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier dringt darauf, dass umgehend Hilfsgüter nach Aleppo gebracht werden können. Bei seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow blitzte er damit allerdings ab.


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