Sie sind hier: Home > Politik >

Forsa-Umfrage: Fast drei Viertel der Deutschen für starken Staat

Verwaltung  

Fast drei Viertel der Deutschen für starken Staat

23.08.2016, 17:38 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa, dpa-AFX

Die meisten Bundesbürger wünschen sich laut einer Umfrage einen starken Staat und mehr politische Zentralisierung in Deutschland. Der Bund sollte aus Sicht der Mehrheit für Schule und Polizei zuständig sein, für Strafvollzug, Steuern und Finanzen.

72 Prozent befürworten einen starken Staat zum Schutz vor ausufernden Entwicklungen der Globalisierung, wie eine heute präsentierte Befragung des Instituts Forsa im Auftrag des Beamtenbundes dbb zeigt. Tatsächlich ist Bildung und Polizei in Deutschland weitgehend Ländersache.

Wunsch nach mehr Zentralisierung

Der Umfrage zufolge Umfrage wünschen sich die meisten auch mehr politische Zentralisierung in Deutschland. Der Bund sollte aus Sicht der Mehrheit für Schule und Polizei zuständig sein, für Strafvollzug, Steuern und Finanzen. 

Dass der Bund bei Schulen und Hochschulen zuständig sein sollte, sagen 54 Prozent. Bei Polizei und innerer Sicherheit sind es 53 Prozent. Tatsächlich ist Bildung und Polizei in Deutschland weitgehend Ländersache. Der dbb-Vorsitzende Klaus Dauderstädt führte den Ruf nach mehr Bildungszentralisierung auf den Wunsch nach gleichen Chancen für die Kinder zurück.

Jeder Dritte wünscht sich weniger Bundesländer

Gleichzeitig sagen aber 61 Prozent, dass sich die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern bewährt habe. Fast jeder dritte Deutsche wünscht sich weniger Bundesländer. Zwei von drei wollen hingegen an der Zahl von 16 Ländern festhalten. Jeder Zweite will, dass die Bundesministerien komplett von Bonn nach Berlin verlegt werden, selbst in Nordrhein-Westfalen sind es 48 Prozent. Nur in Bayern gibt es mit 50 Prozent eine Mehrheit gegen einen kompletten Berlinumzug.

Der Anteil der Menschen, die den öffentlichen Dienst zu teuer finden, sank von 58 Prozent 2007 auf nur noch 31 Prozent. Die meisten sind auch für eine einheitliche Beamtenbesoldung. Hierfür sind tatsächlich die Länder zuständig. Feuerwehrleute, Ärzte, Erzieher und Polizisten stehen mit Werten über 80 Prozent an der Spitze der angesehensten Berufe. Beamte erreichen nur 34 Prozent. Gewerkschaftsfunktionäre, Politiker und Werber sind mit Werten unter 25 Prozent am schlechtesten angesehen.

AFD-Anhänger haben kritisches Verhältnis zu vielen Berufen 

AfD-Anhänger haben laut der Umfrage eine besonders schlechte Meinung über vielen Berufe: So haben Journalisten bei 44 Prozent der Bevölkerung insgesamt ein hohes Ansehen, aber nur bei 15 Prozent der AfD-Anhänger. Politiker stehen bei 24 Prozent hoch im Kurs, aber nur bei rund jedem zehnten AfD-Anhänger, Beamte bei 34 Prozent insgesamt und bei 27 Prozent der AfD-Anhänger./bw/DP/stb

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal