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"BamS": Anschlag auf deutsches Konsulat monatelang geplant

"BamS" berichtet  

Anschlag in Masar-i-Scharif monatelang geplant

20.11.2016, 08:54 Uhr | AFP, dpa

"BamS": Anschlag auf deutsches Konsulat monatelang geplant. Ein Bild der Zerstötung bot sich am 10. November nach dem Anschlag in Masar-i-Scharif dar. (Quelle: Reuters)

Ein Bild der Zerstötung bot sich am 10. November nach dem Anschlag in Masar-i-Scharif dar. (Quelle: Reuters)

Der Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat im nordafghanischen Masar-i-Scharif ist offenbar schon vor Monaten in Pakistan geplant worden. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Diplomatenkreise.

Danach hatte der einzige überlebende Attentäter im Polizeiverhör in Afghanistan angegeben, vor rund sechs Monaten zusammen mit anderen Männern im pakistanischen Peshawar von Taliban-Kämpfern für den Anschlag rekrutiert worden zu sein. Die Gruppe sei dann im Umgang mit Sprengstoff und Schusswaffen trainiert worden.

Sechs Tote

Bei dem Angriff auf das Konsulat in Masar-i-Scharif waren am 10. November mindestens sechs Menschen getötet, darunter ein Attentäter, und fast 130 weitere verletzt worden; das Gebäude wurde zum Teil zerstört.

Der überlebende Attentäter wurde dem Bericht zufolge wenige Stunden später von afghanischen Sicherheitskräften festgenommen. Er stammt demnach aus der Provinz Laghman und lebte zuletzt in der Hauptstadt Kabul.

Mehr deutsche Soldaten als bekannt

Wie die "BamS" weiter berichtet, waren an dem Rettungseinsatz nach dem Anschlag mehr deutsche Soldaten beteiligt als bisher bekannt. Kurz nach der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens waren demnach deutsche Sanitäter der Luftwaffe, sogenannte Kampfretter, sowie Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) zu dem Konsulat geeilt und zu den eingeschlossenen Diplomaten vorgedrungen.

Während die Kampfretter die Diplomaten sicherten, hätten die KSK-Männer das Gebäude "gesäubert", berichtete die Zeitung. Anschließend habe sich die gesamte Gruppe, unterstützt durch US-Kampfhubschrauber und eine Überwachungsdrohne der Bundeswehr, nach draußen vorgearbeitet.

Wie die "BamS" unter Berufung auf Augenzeugen schreibt, wurde das Konsulat später noch von deutschen Spezialisten durchsucht. Diese hätten - wie in solchen Fällen üblich - auch sensible Unterlagen zerstört.

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