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Frankreich: Sarkozy scheitert - Stichwahl zwischen Fillon und Juppé

Stichwahl Fillon vs. Juppé  

Sarkozy scheitert bei Vorwahl und sagt "Au revoir"

21.11.2016, 12:16 Uhr | dpa, rtr

Frankreich: Sarkozy scheitert - Stichwahl zwischen Fillon und Juppé. Enttäuscht: Nicolas Sarkozy hatte sich sein Comeback in die französische Politik erfolgreicher ausgemalt. (Quelle: Reuters)

Enttäuscht: Nicolas Sarkozy hatte sich sein Comeback in die französische Politik erfolgreicher ausgemalt. (Quelle: Reuters)

Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy ist im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der französischen Konservativen überraschend früh ausgeschieden. Zwei ehemalige Premierminister machen nun die Kandidatur in einer Stichwahl unter sich aus.

Der 61-jährige Sarkozy räumte seine Niederlage in der Vorwahl des bürgerlichen Lagers ein und gratulierte François Fillon und Alain Juppé zum Einzug in die entscheidende Stichwahl. Frankreichs bürgerliche Rechte kürt ihren Kandidaten erstmals mit einer offenen Vorwahl, an der alle Anhänger teilnehmen können.

Fillon kam am Sonntag auf rund 44 Prozent, Juppe auf 28 Prozent. Ex-Präsident Sarkozy wurde mit nur 20 Prozent lediglich Dritter und schied damit wie die anderen vier Bewerber aus. Die Stichwahl findet am kommenden Sonntag statt.

"Ich habe es nicht geschafft"

Die eigentliche Wahl des Präsidenten dürfte - glaubt man Umfragen - dann in einer Stichwahl im Mai 2017 zwischen dem konservativen Kandidaten und Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National entschieden werden. Den zerstrittenen Sozialisten, die mit Francois Hollande derzeit den Präsidenten stellen, werden keine Chancen eingeräumt.

Sarkozy räumte seine Niederlage noch am Abend ein. "Ich habe es nicht geschafft, die Mehrheit der Wähler zu überzeugen", sagte er vor Anhängern. Er wolle sich nun endgültig aus der Politik zurückziehen. Er halte große Stücke auf Juppe, fühle sich aber Fillons politischen Ansichten näher und werde daher für ihn stimmen. Fillon war unter Sarkozy von 2007 bis 2012 Ministerpräsident.

Wer ist besser gegen Le Pen?

Laut einer Umfrage des Instituts Opinionway geht Fillon als Favorit in die Stichwahl gegen Juppe. Der Bewunderer der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher, der als ökonomisch liberal gilt, kann demnach auf 56 Prozent der Stimmen hoffen.

Allerdings werden dem 62-Jährigen in einem Duell mit Le Pen nicht so gute Chancen eingeräumt wie dem moderaten Konservativen Juppe. Der 71-Jährige hätte hingegen Umfragen zufolge leichtes Spiel gegen die Rechtsextremistin, weil er sich der Stimmen linker Wähler sicherer sein könnte als Fillon.

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