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Experten: Schulassistenzen können Inklusion gefährden

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Experten: Schulassistenzen können Inklusion gefährden

05.11.2017, 09:48 Uhr | dpa

Experten: Schulassistenzen können Inklusion gefährden. Schulassistenzen beschäftigen sich mit Kindern

Schulassistenzen begleiten Klassen mit Kindern mit und ohne Behinderungen. Foto: H. Hollemann/Archiv (Quelle: dpa)

Immer mehr Schulassistenzen begleiten Kinder mit Behinderungen und sozialen Auffälligkeiten an niedersächsischen Schulen. Eltern müssen diese Hilfskraft für ihr Kind beim Sozial- oder Jugendamt beantragen. Dann sitzt sie im Unterricht neben dem Kind, erklärt den Schulstoff noch einmal, hilft auf die Toilette zu gehen oder vermittelt bei Wutanfällen. So ermöglichen die Assistenzen Kindern mit Behinderung, Regelschulen überhaupt zu besuchen.

Für viele Erziehungswissenschaftler aber sind Schulassistenzen, die jeweils nur ein Kind betreuen, der falsche Weg zur inklusiven Schule. "Solche Schulassistenzen widersprechen der Inklusion", urteilt Erziehungswissenschaftlerin Anika Lübeck von der Universität Bielefeld. "Manchmal funktioniert es ganz gut, aber teils wird das behinderte Kind ausgegrenzt und ausgelacht." Es könne wegen des ständigen Begleiters kaum normal mit Mitschülern interagieren.

Kritisch finden Wissenschaftler auch, dass viele Schulassistenz keine pädagogische Ausbildung haben. Dennoch würden viele Lehrer Schulassistenzen gar die ganze Verantwortung übergeben, Kinder mit einer Behinderung zu unterrichten, sagt Erziehungswissenschaftler Wolfgang Dworschak von der Universität München.

Niedersächsische Sozialämter haben im vergangenen Jahr 3725 Kindern Schulassistenzen bewilligt und dafür 72 Millionen Euro bezahlt. Seit der Einführung der inklusiven Schule 2013 haben die Ämter dafür jedes Jahr rund 10 Millionen Euro mehr ausgegeben. Für den Landesgeschäftsführer des Behindertenverbands Lebenshilfe Holger Stolz ist klar: "Dieser dramatische Anstieg zeigt, dass Inklusion viel schwieriger ist, als sich das Politiker vorstellen."

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