Sie sind hier: Home > Politik >

Tauziehen um mehr Pflegepersonal: Verdi sagt Warnstreiks ab

...

Gesundheit  

Tauziehen um mehr Pflegepersonal: Verdi sagt Warnstreiks ab

07.11.2017, 18:19 Uhr | dpa

Tauziehen um mehr Pflegepersonal: Verdi sagt Warnstreiks ab. Trillerpfeife mit dem Verdi-Logo

Eine Person hält eine Trillerpfeife mit dem Logo der Gewerkschaft Verdi. Foto: Stefan Sauer/Archiv (Quelle: dpa)

Doch keine Warnstreiks: Die Gewerkschaft Verdi hat angekündigte Arbeitsniederlegungen des Pflegepersonals an den Unikliniken in Tübingen und Freiburg abgesagt. Grund dafür waren die Versuche der Kliniken, die Arbeitsniederlegungen juristisch zu verhindern, wie Verdi am Dienstag mitteilte. "Die Arbeitgeber haben offenkundig keine Ahnung mehr, was auf den Stationen los ist", kritisierte Verdi-Verhandlungsführerin Irene Gölz. "Anstatt mit uns an Lösungen für die permanente Unterbesetzung zu arbeiten, suchen sie juristische Formfehler." 

Die Beschäftigten hätten kein Verständnis für das Verhalten der Arbeitgeber. "Der Kampf um mehr Personal geht jetzt richtig los", so Gölz. Am Freitag werde Verdi in der Verhandlungskommission das weitere Vorgehen beraten. Der Leitende Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des Uniklinikums Tübingen, Michael Bamberg, fordert Verdi auf, sein Gesprächsangebot anzunehmen. 

Die Universitätskliniken hatten einstweilige Verfügungen bei den Arbeitsgerichten beantragt mit dem Ziel, die Rechtswidrigkeit der Streiks feststellen zu lassen. "Der Aufruf zum Streik der Auszubildenden ist aus unserer Sicht nicht rechtens, da für Auszubildende noch bestehende Tarifabschlüsse gelten. Hier besteht also noch Friedenspflicht", erklärte der Sprecher der Freiburger Uni-Klinik, wo am Donnerstag gestreikt werden sollte. In Tübingen hatte die Klinik ebenfalls inhaltliche und formale Mängel bei der Ankündigung und geplanten Durchführung der Warnstreiks für Mittwoch und Donnerstag gesehen. Verdi ist einer Gerichtsentscheidung zuvorgekommen und hat den Streik abgesagt.

"Wir wollten das Risiko nicht eingehen, dass es ein illegaler Streik ist und unsere Bewegung für Entlastung der Pflegekräfte Schaden nimmt", erklärte die Personalratsvorsitzende am Tübinger Universitätsklinikum und Mitglied in der Verdi-Verhandlungskommission, Angela Hauser. "Wir werden aber nicht aufhören, mehr Personal zu fordern." Ihrer Einschätzung zufolge fehlen am Tübinger Klinikum 150 Pflegekräfte. Am Mittwoch werde es eine Demo von der Tübinger Uni-Klinik in die Altstadt geben, an der Beschäftigte in der Pause oder ihrer Freizeit teilnehmen können. Hauser erwartet 200 Teilnehmer. 

In Tübingen wurden nach Angaben der Klinik mehr als 50 Prozent der Operations-Termine aufgrund der Streikankündigung abgesagt. Man versuche nun, möglichst vielen Patienten ihren OP- und Behandlungstermin zurückzugeben, hieß es in einer Mitteilung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018