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Betonsperren und Lastwagen schützen Weihnachtsmärkte

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Brauchtum  

Betonsperren und Lastwagen schützen Weihnachtsmärkte

21.11.2017, 15:28 Uhr | dpa

Betonsperren und Lastwagen schützen Weihnachtsmärkte. Betonsperren für Weihnachtsmärkte

Ein Arbeiter stellt in München Betonsperren auf. Foto: Sven Hoppe (Quelle: dpa)

Sperren aus Beton, Metallstelen, Pflanzkübel und Lastwagen sollen in diesem Jahr Weihnachtsmärkte in Bayern schützen. Am Dienstag wurden in München erste Pflanztröge und andere Betonelemente an offenen Zufahrten am Marienplatz aufgestellt. Auch Märkte in anderen Stadtteilen sollen so geschützt werden. In Nürnberg werden erstmals zum Schutz vor Terrorakten Metallstelen aufgestellt. In Augsburg wiederum sollen Fahrzeuge als mobile Sperren fungieren. Auch in vielen anderen bayerischen Städten und Gemeinden gibt es Vorkehrungen. Damit reagieren die Kommunen auf den Lkw-Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember.

Nürnberg setzt zum Schutz des Christkindlesmarktes vor Terrorakten erstmals mobile Hindernisse in Form von rund 1,50 Meter hohen und dicht gestaffelten Metallstelen ein. An einigen Stellen sollen aber erneut quergestellte schwere Polizeifahrzeuge die Zufahrt blockieren, berichtete die Leiterin des Bürgermeisteramtes, Christine Schüßler, am Dienstag. "Schließlich müssen wir etwa für Rettungsfahrzeuge Zufahrtsmöglichkeiten zum Christkindlesmarkt bereithalten." Zudem würden wie in den Vorjahren alle Marktleute in einen SMS-Verteiler aufgenommen. Bei Unwetter, Taschendieben oder einer anderen Gefahrensituation könnten so alle zur gleichen Zeit via SMS gewarnt werden.

In München setzen die Behörden bei den Zufahrtssperren vor allem auf Betonelemente. Viele Pflanzkübel waren vor wenigen Monaten noch beim Oktoberfest im Einsatz. Allerdings gedeihen nun darin keine bunten Blumen, sondern immergrüne Gewächse. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden gebe es nach wie vor keine konkrete Gefährdungslage, hieß es. Die Stadt stehe aber in ständigem Kontakt mit dem Polizeipräsidium.

In Augsburg hat sich die Stadt gegen Betonbarrieren zum Schutz des Weihnachtsmarktes entschieden. Der Christkindlesmarkt auf dem Rathausplatz soll durch vier an den Zufahrtswegen geparkte Transporter geschützt werden. Es handele sich um Kleinlaster mit mindestens eineinhalb Tonnen Gewicht von Händlern, die gleich daneben ihre Stände haben, sagte eine Sprecherin der Stadt. So solle sichergestellt werden, dass die zur Blockade aufgestellten Transporter bei einem Feuerwehreinsatz schnell zur Seite gefahren werden. Damit die Fahrzeuge zum Ambiente passen, würden sie weihnachtlich dekoriert.

Die Polizei will in München, aber auch in Nürnberg und Augsburg mit starken Kräften im Einsatz sein und für Sicherheit sorgen.

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