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Sturm beeinträchtigt Bahnverkehr in NRW: Kaum große Schäden

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Notfälle  

Sturm beeinträchtigt Bahnverkehr in NRW: Kaum große Schäden

03.01.2018, 11:49 Uhr | dpa

Sturm beeinträchtigt Bahnverkehr in NRW: Kaum große Schäden. Bahnverkehr beeinträchtigt

Ein Regionalzug steht in Selm neben den Schienen. Foto: Marcel Kusch/Archiv (Quelle: dpa)

Umgestürzte Bäume, blockierte Schienen und Straßen: Sturmtief "Burglind" hat am Mittwochmorgen in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens für massive Störungen im Berufsverkehr gesorgt. Vor allem rund um Aachen und Köln fielen Züge aus oder waren stark verspätet. Im südlichen Münsterland prallte ein Regionalzug gegen einen entwurzelten Baum und sprang aus den Schienen - verletzt wurde niemand.

Polizei und Feuerwehr registrierten Tausende Notrufe und waren im Dauereinsatz. In Köln rückte die Polizei zu mehr als 250 Einsätzen aus, zeitweise fuhren in der Domstadt nur noch wenige Straßenbahnen, im Ruhrgebiet standen Straßen unter Wasser. Auch die Schiffe auf dem Rhein bekommen Probleme.

Und womöglich ist es das noch nicht gewesen: Der Deutsche Wetterdienst warnte, dass es noch bis in die Nacht zum Donnerstag gefährliche Sturmböen geben könne. Der Ruhrverband warnte eindringlich, im Moment auf Spaziergänge im Wald zu verzichten.

Im Sturm kamen unter anderem die rund 70 Fahrgäste einer Regionalbahn in Selm im südlichen Münsterland mit einem gewaltigen Schrecken davon: ihr Zug prallte am Morgen gegen einen Baumstamm. Die Bahn sprang aus den Schienen und holperte laut Bundespolizei noch rund 120 Meter weit über die Bahnschwellen. Die Einsatzkräfte mussten sich den Weg durch ein matschiges Waldgebiet zur Unfallstelle bahnen. Alle Fahrgäste blieben unverletzt. Sie mussten mit Hilfe der Rettungskräfte zu Fuß aus dem unzugänglichen Gelände bis zum nächsten Straße laufen und dort in Busse umsteigen.

"Burglind" verursachte nach ersten Meldungen der Rettungskräfte zwar viele Verkehrsbehinderungen, aber es gab keine schweren Schäden oder gar Schwerverletzte. Allerdings sei die Lage teilweise noch unübersichtlich, sagten Sprecher von Polizei und Feuerwehr am späten Vormittag.

Besonders heftig hatte es den Südwesten Nordrhein-Westfalens getroffen. In Aachen und Köln fegten Orkanböen mit Stärken um 12 über das Land. In der Städteregion Aachen seien die Einsatzkräfte wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste und umherfliegender Mülltonnen im Dauereinsatz gewesen, teilte die Polizei mit. Allein zwischen 5.00 Uhr und 5.50 Uhr seien 250 Notrufe wegen des Unwetters eingegangen. Im nahegelegenen Kreis Euskirchen war das Bild ähnlich.

Rund um Aachen war der Bahnverkehr besonders stark beeinträchtigt. Aber auch in anderen Teilen von NRW fielen zahlreiche Züge aus. In der Kölner City legte das Unwetter viele Straßenbahn-Verbindungen lahm, wie die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) meldeten.

Auf den Autobahnen war die Situation größtenteils entspannter. Nach Angaben der Verkehrszentrale von Straßen.NRW gab es zwar einzelne Sperrungen etwa auf der Autobahn 59 bei Duisburg. Es habe aber keine großen Staus im ganzen Land gegeben - wohl auch, weil viele Pendler noch in den Weihnachtsferien sind.

Auf vielen Landstraßen gerade in Waldgebieten war es anders. Im Rheinisch-Bergischen Kreis ging auf mehreren Strecken nichts mehr, wie die Polizei mitteilte. In Hohenlimburg rutschte ein ganzer Hang samt Bäumen auf eine Straße. In Lügde im Kreis Lippe stürzte ein umfallender Baum auf ein vorbeifahrendes Fahrzeug und beschädigte es an der Beifahrerseite - verletzt wurde niemand. In Essen, Mülheim, Hagen und Bochum standen Straßen unter Wasser.

Erste Probleme gibt es auch an den Flüssen. In Köln wurde am Mittwochmorgen die Hochwassermarke I überschritten, bei der Schiffe ihre Geschwindigkeit reduzieren müssen. Für die nächsten Tage erwartet der Hochwassermeldedienst einen weiteren deutlich Anstieg des Rhein-Pegels. Die Hochwassermarke II, ab der Schiffe nicht weiterfahren dürfen, werde voraussichtlich aber noch nicht erreich.

Auch kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten. Etwa an der Sieg und der Ruhr überschritten erste Pegel den Wert der sogenannten Informationsstufe 1. Bei dieser Stufe können Wiesen und Felder überschwemmt werden, Häuser sind aber nicht in Gefahr.

Zu Orkanböen wie am Mittwochmorgen sollte es in NRW im Laufe des Tages zwar nicht mehr kommen. Trotzdem warnte der Deutsche Wetterdienst weiterhin vor möglichen Sturmschäden. Noch bis in die Nacht zum Donnerstag seien starke Regenfälle und Sturmböen bis Windstärke 10 möglich, sagte die Meteorologin vom Dienst in Essen. Für ganz NRW galt weiterhin die Warnstufe 2, bei der vor entwurzelten Bäumen und herumgewirbelten Dachziegeln gewarnt wird.

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