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Mit Narkosemittel: Mutter vergiftete Vater und Sohn

Kriminalität  

Mit Narkosemittel: Mutter vergiftete Vater und Sohn

04.01.2018, 15:58 Uhr | dpa

Mit Narkosemittel: Mutter vergiftete Vater und Sohn. Blick auf das Hinweisschild eines Polizeireviers

Blick auf das Hinweisschild eines Polizeireviers. Foto: Stefan Sauer/Archiv (Quelle: dpa)

Nach dem Familiendrama mit zwei Toten im osthessischen Künzell gehen die Ermittler davon aus, dass die Frau ihren Mann und den Sohn umgebracht hat. Sie wurde schwer verletzt. Es sei ein präziser Plan für eine gemeinsame Selbsttötung der dreiköpfigen Familie vorausgegangen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Die als Anästhesiekrankenschwester arbeitende Frau (47) soll dem Mann (51) sowie dem Sohn (16) mit einer Infusion eine tödliche Dosis des Narkosemittels Propofol verabreicht haben. Danach sei ihr Versuch gescheitert, sich selbst einen Venenzugang zu legen.

Die Polizei vermutet, dass die Krankenschwester das Narkosemittel bei ihrem Arbeitgeber entwendete, um es zu einer gemeinsamen Selbsttötung einzusetzen. Gegen sie wurde am Mittwoch Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Die Frau wird wegen akuter Suizidgefahr in einem Krankenhaus rund um die Uhr bewacht. Sie soll demnächst in ein Gefängniskrankenhaus gebracht werden. Zum konkreten Tatablauf wurden keine Angaben gemacht, ebenso wenig zum Motiv.

Ihr Mann und ihr Sohn waren am Dienstag tot im Ehebett der Wohnung gefunden worden. Der Arbeitgeber des Mannes hatte zuvor die Polizei alarmiert, weil er einen Abschiedsbrief seines Mitarbeiters gefunden hatte. Darin hatte er angekündigt, mit seiner Familie aus dem Leben zu scheiden.

Ob der laut Polizei wohl an einer autistischen Störung leidende Sohn in die Tat eingeweiht war, ist noch unklar. Untersuchungen müssen auch noch die Frage beantworten, ob der 16-Jährige zuvor noch anderweitig betäubt wurde, wie die Beamten berichteten. Ihren Angaben zufolge sei nicht auszuschließen, dass das Motiv in der Belastung durch die Erkrankung des Sohnes lag.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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