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Milchproduktion auf Rekordhöhe: Preise könnten 2018 sinken

Agrar  

Milchproduktion auf Rekordhöhe: Preise könnten 2018 sinken

10.01.2018, 15:59 Uhr | dpa

Milchproduktion auf Rekordhöhe: Preise könnten 2018 sinken. Milch fließt in ein Glas

Milch fließt in ein Glas. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv (Quelle: dpa)

Bei den Preisen für Milchprodukte ist nach den Höchstständen 2017 wieder eine sinkende Tendenz absehbar. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW berichtete am Mittwoch von niedrigeren Butterpreisen. Dieses Produkt hatte im vergangenen Jahr kräftige Preiserhöhungen quer durch die Kühlregale der Supermarkte ausgelöst. Die Auszahlungspreise der Molkereien an die Landwirte hätten bereits zu bröckeln begonnen von zuletzt etwa 38/39 Cent je Liter Rohmilch in Richtung 34/35 Cent.

Die Milchproduktion in Nordrhein-Westfalen stieg den Angaben zufolge in den vergangenen drei Monaten auf eine Rekordhöhe. Die Bauern könnten auf eine gute Futterernte zurückgreifen und auch das zuletzt hohe Erlösniveau spiele dabei eine Rolle, sagte der Geschäftsführer der LV Milch NRW, Rudolf Schmidt, in Krefeld.

Die Landwirte würden aber auch auf die Signale des Marktes reagieren. So stagnierte die Zahl der Milchkühe in NRW 2017 bei rund 418 000 Tieren. Die Zahl der Milchkuhhalter ging um 5,4 Prozent auf knapp 5900 zurück. Bei Trinkmilch und vielen weiteren Produkten laufen die Halbjahrslieferverträge mit dem Handel bis Ende April. Bei anderen Produkten wie Butter kann es monatlich zu Preisänderungen kommen.

Auch große Molkereien versuchen bereits, gegenzusteuern. "Wir sehen die Marktsignale. Durch die steigenden Mengen kommen wir in eine Negativspirale ohne zu wissen, wo es hingeht", sagte Hans Stöcker, Vorstandsmitglied von FrieslandCampina. Die Molkereigenossenschaft habe ein Konzept in der Schublade, nach dem Mitglieder für zusätzliche Milchanlieferungen nur ein Zehntel der Vergütung bekommen würden. Das einzubehaltende Geld würde Mitgliedern zu Gute kommen, die weniger anliefern. Diese Sofortmaßnahme könnte kurzfristig aktiviert werden und würde dann sechs Monate gelten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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