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Abgebrochene Flasche in Hals gerammt: Haft

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Abgebrochene Flasche in Hals gerammt: Haft

18.01.2018, 14:39 Uhr | dpa

Abgebrochene Flasche in Hals gerammt: Haft. Richterhammer

Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

Weil er einem jungen Mann eine abgebrochene Flasche in den Hals gerammt hat, ist ein 32-Jähriger vom Landgericht Mainz zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Es sei eine Frage von Millimetern und somit absolutes Glück gewesen, dass der 18-Jährige damals überlebte, hatte eine Rechtsmedizinerin in dem Prozess gesagt.

Das Gericht verurteilte den Algerier am Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung, nicht aber wegen versuchten Totschlags. Es sei unklar, was der Täter im April vergangenen Jahres am Bahnhof in Ingelheim gedacht habe, sagte der Vorsitzende Richter. Die Staatsanwaltschaft hatte fünf Jahre Haft wegen versuchten Totschlags gefordert.

Der Tat ging ein Streit zwischen dem betrunkenen Täter und einer Gruppe ebenfalls alkoholisierter Jugendlicher voraus. Zeugen sagten vor Gericht aus, das spätere Opfer habe dem Täter in den Bauch getreten, so dass dieser gegen einen Zaun gefallen sei. Anschließend sei es zu einem Gerangel gekommen, woraufhin der Täter eine Wodkaflasche am Boden zerschlagen und mit dem Flaschenhals zugestochen habe.

Eine Blutprobe beim Täter hatte knapp drei Promille ergeben. Das Opfer hatte damals 1,4 Promille Alkohol im Blut. Der Täter sagte vor Gericht, er könne sich nicht an die Ereignisse erinnern. Ein psychiatrischer Gutachter sprach von einer Minderbegabung und Gewalt, die er in seiner Kindheit, seiner Jugend und wohl auch auf seiner Flucht nach Deutschland erlebt habe. Die Richter folgten der Auffassung, dass der Mann "instinktiv-impulsiv" handelte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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