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Ein Jahr nach Mord an Polizisten: Gedenkgottesdienst

Kriminalität  

Ein Jahr nach Mord an Polizisten: Gedenkgottesdienst

26.02.2018, 08:58 Uhr | dpa

Ein Jahr nach Mord an Polizisten: Gedenkgottesdienst. Beisetzung eines Polizisten

Beamte, Kollegen, Freunde und Angehörige gehen zur Beisetzung eines Polizisten. Foto: P.Pleul/Archiv (Quelle: dpa)

Mit einem öffentlichen Gottesdienst im Fürstenwalder Marien-Dom wird an diesem Mittwoch (28. Februar) der Ermordung von zwei Polizisten bei Beeskow (Oder-Spree) gedacht. Dazu werden auch Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister Karl-Heinz Schröter (beide SPD) erwartet.

Die beiden Beamten hatten keine Chance, als sie vor einem Jahr eine Kontrollstelle auf einer Bundesstraße aufbauten, um einen damals 24-Jährigen aufzuhalten. Der junge Mann hatte seine 79-jährige Großmutter an deren Geburtstag nach einem Streit erstochen. Dann flüchtete er mit einem Auto - und überfuhr die Polizisten mit hohem Tempo im Beeskower Ortsteil Oegeln. Der Täter ist inzwischen vom Landgericht Frankfurt (Oder) wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, weil seine Verteidigung Revision beantragt hat.

Innenminister Schröter will nach dem Trauergottesdienst eine Gedenktafel mit den Namen der beiden Opfer an den Leiter der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) und dessen Kollegen übergeben. Die aus Lottomitteln und mit einer Sparkassenspende finanzierte Tafel soll künftig in der Fürstenwalder Polizeiwache an die Beiden erinnern.

Zu dem einstündigen Gedenkgottesdienst sind neben der Dienstgruppe, der die getöteten Polizisten angehörten, auch alle Abgeordneten Landtages von Brandenburg eingeladen. Sie hätten damit Gelegenheit, ihre Unterstützung für die Polizeibeamten des Landes zu zeigen, sagte Ullrich Papperitz vom Martin-Heinze-Fonds als Organisator des Gottesdienstes.

Der Martin-Heinze-Fonds wurde als Polizei-Unterstützungsfonds unter dem Dach der Stiftung Oderbruch gegründet. Die Kollekte des Gedenkgottesdienstes wird Angehörigen von im Dienst ums Leben gekommenen Polizisten zu Gute kommen. Auch Beamte, die bei der Arbeit dienstunfähig geworden sind oder erhebliche gesundheitliche Nachteile erlitten haben, werden durch den Stiftungsfonds unterstützt. Der Name des Fonds geht auf Martin Heinze zurück, der im August 1995 als erster Polizist nach der Wende in Brandenburg während seines Dienstes ermordet wurde.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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