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Halbe Milliarde Euro für Straßenbau

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Verkehr  

Halbe Milliarde Euro für Straßenbau

14.03.2018, 13:28 Uhr | dpa

Halbe Milliarde Euro für Straßenbau. Kathrin Schneider spricht am Straßenrand

Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD). Foto: Bernd Settnik/Archiv (Quelle: dpa)

Die erhöhten Ausgaben für den Straßenbau zeigen nach Auffassung von Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) inzwischen Wirkung. Bei der Vorstellung der Straßenbauprojekte 2018 sprach sie von einem "Start der Trendwende" beim Zustand der Landesstraßen. Voraussetzung sei aber, dass auch in den kommenden Jahren jeweils rund 100 Millionen Euro dafür eingesetzt würden.

Nach einer Analyse des Ministeriums befinden sich etwa 60 Prozent der Ortsdurchfahrten in einem schlechten Zustand. Die Untersuchung der einzelnen Straßen wird allerdings nur alle vier Jahre aktualisiert, so dass direkte Vergleiche schwierig sind.

Insgesamt hat das Land Brandenburg in diesem Jahr 482 Millionen Euro für Straßenbauprojekte eingeplant. Im Vorjahr lag das Budget des Landesbetriebs Straßenwesen noch bei 450 Millionen Euro. Mit Erhöhungen des Landes und des Bundes im Laufe des Jahres wurden allerdings bis Dezember 505 Millionen Euro ausgegeben. Schneider sagte, sie rechne damit, dass sich der Etat auch dieses Jahr unter anderem durch mehr Geld vom Bund weiter erhöht.

Neben Ortsdurchfahrten stehen auch die Schäden durch Betonkrebs weiter im Fokus. So sind in Brandenburg unter anderem die A2 von Berlin nach Hannover oder die A9 von Berlin nach Leipzig betroffen. Der Chef des Landesbetriebs Straßenwesen, Albrecht Klein, sagte, die Beseitigung aller Schäden werde nicht vor dem Jahr 2030 vollendet sein. Hintergrund ist, dass in den 1990er Jahren für den Bau der Betonfahrbahnen Kiessorten verwendet wurden, die die Fahrbahnen brüchig werden lassen. Heute gibt es vorab entsprechende Tests, ob der Kies geeignet ist.

Nicht in den Bauplänen steht in diesem Jahr der Weiterbau der Autobahn A14 von Magdeburg nach Schwerin, der auch einen Teil Brandenburgs berührt. Hintergrund ist die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz gegen einen Abschnitt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt im Nordwesten Brandenburgs. Daher sei in diesem Jahr nicht mit Baumaßnahmen zu rechnen, sagte Schneider.

Bei den Bundesstraßen soll in diesem Jahr mit dem Ausbau an der B101 von Elsterwerda nach Bad Liebenwerda und der B102 zwischen der A2 und Schmerzke, einem Ortsteil von Brandenburg an der Havel, begonnen werden. Neu auf dem Programm stehen auch 20 Radwege an einzelnen Abschnitten von Bundes- und Landstraßen.

Die eingeplanten 482 Millionen Euro für dieses Jahr kommen mit 323 Millionen Euro zum größten Teil vom Bund, der für Autobahnen oder Bundesstraßen aufkommt. Das Land steuert 159 Millionen Euro dazu.

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