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Übelkeit Zschäpes verzögert Plädoyers im NSU-Prozess

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Prozesse  

Übelkeit Zschäpes verzögert Plädoyers im NSU-Prozess

21.03.2018, 15:18 Uhr | dpa

Übelkeit Zschäpes verzögert Plädoyers im NSU-Prozess. Beate Zschäpe

Die Angeklagte Beate Zschäpe kommt in den Gerichtssaal im Oberlandesgericht. Foto: Matthias Schrader (Quelle: dpa)

Der Beginn der Verteidiger-Plädoyers und damit die letzte Etappe im NSU-Prozess verzögert sich weiter. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe klagte am Mittwochmittag über Übelkeit und Kopfschmerzen. Sie habe am Morgen schon Medikamente genommen, sagte sie dem Richter auf Nachfrage. Nach der Untersuchung durch einen Gerichtsarzt vertagte das Gericht die Sitzung und damit das erste Verteidiger-Plädoyer auf diesen Donnerstag. 

Davor hatten sich die Schlussvorträge schon wegen Streits um neue Beweise und mehrere Befangenheitsanträge verzögert. So begann die Sitzung am Mittwoch verspätet, weil andere Richter des Münchner Oberlandesgerichts zuerst über drei noch offene Befangenheitsanträge des Mitangeklagten Ralf Wohlleben befinden mussten.

Als es losging, rief das Gericht dann überraschend nicht die Zschäpe-Verteidiger für deren Plädoyers auf, sondern kehrte von sich aus noch einmal in die Beweisaufnahme zurück. Die Richter verlasen Ermittlungsdokumente aus der Zeit vor der Gründung des "Nationalsozialistischen Untergrunds", die anonyme Drohbriefe mit Bombenattrappen betrafen. Zschäpe hatte in ihren Einlassungen zugegeben, dass sie an der Produktion dieser Briefe beteiligt gewesen sei.

Erst danach erteilte der Senat dem Rechtsanwalt Hermann Borchert das Wort, einem der beiden Vertrauensanwälte Zschäpes. Borchert machte dann die Krankheit seiner Mandantin geltend. 

Anklage und Nebenklage haben in dem seit fünf Jahren dauernden NSU-Prozess bereits plädiert. Die Bundesanwaltschaft verlangte lebenslange Haft für Zschäpe. Sie sei voll verantwortliche Mittäterin bei den Verbrechen des NSU-Trios, darunter neun Morde an griechisch- und türkischstämmigen Gewerbetreibenden aus Ausländerhass.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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