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Razzia gegen Einschleusen illegaler Bauarbeiter

Kriminalität  

Razzia gegen Einschleusen illegaler Bauarbeiter

11.04.2018, 17:58 Uhr | dpa

Razzia gegen Einschleusen illegaler Bauarbeiter. Das Wappen des Zolls auf einem Fahrzeug

Das Wappen des Zolls auf einem Fahrzeug. Foto: Caroline Seidel/Archiv (Quelle: dpa)

Fahnder haben ein auf das Einschleusen von Ukrainern und Moldawiern und deren illegale Beschäftigung auf Baustellen in Norddeutschland versiertes Netzwerk ausgehoben. Rund 850 Beamte durchsuchten am Mittwoch Wohnungen, Baustellen und Unterkünfte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein, wie Zoll und Bundespolizei mitteilten. Schwerpunkt der Aktion war Bremerhaven, wo die für die Machenschaften verantwortliche Firma ihren Sitz hat. Gegen das Unternehmen erwirkte die Staatsanwaltschaft Stade einen Vermögensarrest in Höhe von einer Million Euro.

Das Netzwerk soll die Bauarbeiter als Arbeitskräfte litauischer Unternehmen ausgegeben und mit gefälschten Identitätskarten verschiedener EU-Länder ausgestatten haben. Dadurch sollte bei Kontrollen ein ordnungsgemäßer Eindruck entstehen. Tatsächlich entstand den deutschen Sozialkassen ein Schaden in Millionenhöhe. Gegen den 36 Jahre alten deutschen hauptbeschuldigten Bauunternehmer und sieben Mitbeschuldigte wird wegen des Verstoßes gegen das Ausländerecht, das Vorenthalten und Veruntreuen von Sozialversicherungsbeiträgen sowie gewerbsmäßiger Urkundfälschung ermittelt.

Auf den Baustellen wurden 70 Arbeiter angetroffen, von denen Fingerabdrücke und Fotos gemacht wurden, um ihre tatsächliche Identität festzustellen. Etliche Arbeiter wurden vernommen. Gegen sie wird wegen unerlaubten Aufenthalts und des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt.

Wie ein Sprecher der Gewerkschaft IG Bau sagte, sei illegale Beschäftigung ein großes Problem auf dem Bau. Zumeist ging es um Arbeiter aus Südosteuropa, die illegal eingesetzt werden oder von ihren Entsendefirmen zuwenig Lohn erhielten. Für die kriminellen Drahtzieher seien die Gewinne vergleichbar mit der Prostitution oder dem Drogenhandel, das Bestrafungsrisiko aber geringer. Deswegen forderte die Gewerkschaft zusätzliches Personal für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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