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Warnstreik im öffentlichen Dienst: Kundgebung in Schwerin

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Warnstreik im öffentlichen Dienst: Kundgebung in Schwerin

12.04.2018, 15:30 Uhr | dpa

Warnstreik im öffentlichen Dienst: Kundgebung in Schwerin. Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Eine Erzieherin demonstriert in Schwerin für höhere Gehälter. Foto: Jens Büttner (Quelle: dpa)

Hunderte Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Mecklenburg-Vorpommern haben am Donnerstag im Rahmen bundesweiter Warnstreiks die Arbeit niedergelegt. So blieben in Schwerin etwa zwei Drittel der kommunalen Kindertagesstätten geschlossen. Wie die Erzieherinnen beteiligten sich auch Verwaltungsangestellte aus Stadt-, Amts- und Kreisverwaltungen sowie Bundeseinrichtungen im Land an dem ganztägigen Ausstand. Bundesweit legten Gewerkschaftsangaben zufolge Zehntausende Beschäftigte des Bundes und der Kommunen ihre Arbeit nieder.

Damit verlieh die Arbeitnehmerseite ihren Forderungen im aktuellen Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes deutlichen Nachdruck. "Wir machen klar, dass wir mehr erwarten, als diese Hinhaltetaktik der Arbeitgeber. Es ist genug!", sagte die Landesbezirksleiterin von Verdi Nord, Susanne Schöttke, am Mittag vor rund 800 Teilnehmern der zentralen Kundgebung in Schwerin. Zur bislang größten Protestaktion in der laufenden Tarifauseinandersetzung im Nordosten waren Angestellte des öffentlichen Dienstes aus ganz Mecklenburg-Vorpommern in die Landeshauptstadt gekommen. Anders als in anderen Bundesländern litt der öffentliche Nahverkehr aber nicht unter dem Warnstreik.

Die Gewerkschaften fordern für Beschäftigte der kommunalen und Bundesbehörden sechs Prozent mehr Geld, für die unteren Lohngruppen mindestens 200 Euro. Die bisherigen zwei Verhandlungsrunden waren ohne Ergebnis geblieben. An diesem Sonntag sollen in Potsdam die Gespräche wieder aufgenommen werden.

Verdi-Sprecherin Schöttke forderte unter lautstarker Zustimmung der Demonstrationsteilnehmer die Arbeitgeber auf, ein solides Angebot vorzulegen. "Die öffentlichen Kassen sind prall gefüllt. Wir erwarten eine Anerkennung unserer Arbeit durch deutlich bessere Löhne", sagte sie unter Verweis auf die Haushaltsüberschüsse der öffentlichen Hand von insgesamt 36 Milliarden Euro.

Die boomende Wirtschaft lasse die Steuern weiter sprudeln. "Die konjunkturelle Lage derzeit ist bestens geeignet, um den Nachholbedarf bei den Löhnen gegenüber denen in der Wirtschaft zu decken. Das wäre fair, vernünftig und anständig", erklärte die Gewerkschafterin. Bessere Löhne würden auch die Attraktivität des öffentlichen Dienstes erhöhen und die Fachkräftegewinnung erleichtern. Fast die Hälfte der Verwaltungsangestellten in den Kommunen scheide in den kommenden zehn Jahren aus dem Berufsleben aus und schon jetzt sei es problematisch, Nachwuchs zu finden, sagte Schöttke.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommerns hatte den Ausstand als unverhältnismäßig kritisiert. Nach Angaben von Verbandsgeschäftsführerin Gabriele Axmann sind in Mecklenburg-Vorpommern 270 im Verband organisierte kommunale Arbeitgeber mit mehr als 27 100 Beschäftigten und Auszubildenden von den Tarifverhandlungen betroffen. Dazu kommen Mitarbeiter in Einrichtungen des Bundes wie Schifffahrtsämter und Arbeitsagenturen sowie Angestellte der Bundeswehr.

Die Linke-Landtagsabgeordnete Jacqueline Bernhardt unterstützte in einer Mitteilung die Lohnforderungen. "Gute Arbeit verdient gute Löhne! Die Tarifpartner sind aufgefordert, ihre Möglichkeiten zu nutzen und im Sinne der Fachkräftesicherung entsprechende Abschlüsse zu erzielen. Nur so kann die Zukunft der Sozial- und Erzieherberufe gesichert werden", betonte sie. In den Kitas des Landes fehlten bereits 300 Erzieher - Tendenz steigend.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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