Sie sind hier: Home > Politik >

Bürgermeister kritisiert Inszenierung von "Mein Kampf"

Theater  

Bürgermeister kritisiert Inszenierung von "Mein Kampf"

19.04.2018, 11:49 Uhr | dpa

Bürgermeister kritisiert Inszenierung von "Mein Kampf". Theaterproben zum Stück "Mein Kampf"

Thomas Fritz Jung (l-r) als Schlomo Herzl, Andreas Haase als Lobkowitz und Peter Posniak als Hitler. Foto: Felix Kästle (Quelle: dpa)

Die geplante Verwendung von Hakenkreuz-Symbolen während einer Theateraufführung von George Taboris "Mein Kampf" in Konstanz stößt beim Kulturbürgermeister der Stadt auf Kritik. "Die Aktion ist offenbar durch die Kunstfreiheit gedeckt, der Intendant ist ausgewiesener Jurist. Aber hier werden Grenzen in verantwortungsloser Weise überschritten, die auch im Namen der Kunst nicht überschritten werden dürfen", sagte Andreas Osner.

Das Theater will Besuchern, die sich verpflichten, während der Vorstellung im Saal ein Hakenkreuz-Symbol zu tragen, freien Eintritt gewähren. Wer eine Karte kaufe, könne dagegen einen Davidstern als Zeichen der Solidarität mit den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft tragen. Der Davidstern steht als Symbol des Judentums. Inszeniert wird das Stück von Regisseur Serdar Somuncu, die Premiere ist am Freitag (20. April). George Taboris Werk "Mein Kampf" ist laut Theater eine Karikatur der früheren Jahre Adolf Hitlers.

"Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn Besucher aus dem rechten Spektrum die Aufführung okkupieren und die Inszenierung mit den nationalsozialistischen Armbinden für sich ausschlachten", sagte Osner weiter. Nach Angaben des Theaters gab es bereits zahlreiche Anfragen für Freikarten. Bei den 14 Vorstellungen sollten aber jeweils nur eine Handvoll Menschen mit Freikarte dabei sein. Zudem seien Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

Die Freikarten-Idee hatte bereits im Vorfeld für Kritik gesorgt - ebenso wie die Tatsache, dass das Premierendatum auf den Geburtstag von Adolf Hitler fällt. Unter anderem hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft in der Bodensee-Region zum Boykott des Stückes aufgerufen. Das Theater teilte daraufhin mit, dass Zuschauer, die das Datum als Provokation empfänden, die Karten umtauschen könnten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018