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Grüne wollen weg von "Mülldreckschleuder Berlin"

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Grüne wollen weg von "Mülldreckschleuder Berlin"

21.04.2018, 12:29 Uhr | dpa

Grüne wollen weg von "Mülldreckschleuder Berlin". Werner Graf

Werner Graf, Landesvorsitzender vom Bündnis 90/Die Grünen Berlin. Foto: Christoph Soeder (Quelle: dpa)

Die Grünen in Berlin wollen stärker gegen die Vermüllung der Hauptstadt vorgehen. "Wir machen Berlin von der Mülldreckschleuder zur müllfreien Stadt", sagte Landeschef Werner Graf am Samstag auf einem Parteitag in Adlershof. In der Stadt fielen jährlich 800 000 Tonnen Restmüll an, beklagte er. Die Weltmeere würden durch Abermillionen Tonnen Plastikmüll verschmutzt. Pro Jahr würden allein in Berlin 175 Millionen Einwegbecher verbraucht, das seien 20 000 pro Stunde. "Dieser Irrwitz muss ein Ende haben, und zwar so schnell wir möglich."

Ein Konzept der Grünen sieht mehr Maßnahmen zur Müllvermeidung vor, etwa den Ausbau von Pfandsystemen für Kaffeebecher. Ein weiterer Punkt ist bessere Mülltrennung, etwa durch flächendeckende Aufstellung kostenloser Biotonnen. Großen Wert legen die Grünen auf die Reparatur und Wiederverwertung alter Produkte, die bisher im Müll oder Sperrmüll landen. Dazu soll ein Gebrauchtwarenhaus nach Hamburger Vorbild gegründet werden. Lokale Initiativen wollen die Grünen finanziell unterstützen.

Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos/für die Grünen) forderte die Hersteller etwa von Elektrogeräten auf, Reparaturanleitungen für ihre Produkte zur Verfügung zu stellen und Ersatzteile. Außerdem sagte sie: "Wir schleppen Verpackungen nach Hause, um sie dann ganz kurze Zeit später in der Mülltonne zu entsorgen." Viel Müll lande dann in Verbrennungsanlagen. "Das ist Verschwendung von Ressourcen. Das ist schlecht für die Umwelt. (...) Und deshalb müssen und wollen wir das dringend ändern."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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