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Ermittlungsgruppe zu Randalen bei Fan-Feier

Kriminalität  

Ermittlungsgruppe zu Randalen bei Fan-Feier

23.04.2018, 22:38 Uhr | dpa

Ermittlungsgruppe zu Randalen bei Fan-Feier. Randale bei Aufstiegsfeier in Magdeburg

Menschen stehen in Rauchschwarden auf dem Hasselbachplatz in Magdeburg. Foto: Christian Essler/Archiv (Quelle: dpa)

Die gewalttätigen Ausschreitungen mit vielen verletzten Polizisten mitten in den Aufstiegsfeiern des FC Magdeburg (FCM) werden von einer Ermittlungsgruppe aufgearbeitet. Das Team "Aufstieg" soll am Dienstag seine Arbeit aufnehmen und zunächst aus fünf Beamten bestehen, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Die Gruppe der Kriminalpolizei werde alle Straftaten im Zusammenhang mit den Randalen bearbeiten. Doch auch andere Akteure rufen nach den Ereignissen vom Samstagabend nach Aufklärung oder überlegen, ob die Partymeile Hasselbachplatz noch für Feiern genutzt werden sollte.

"Nichts passierte, stundenlang", kritisierte der Geschäftsführer des in der Nähe des Platzes liegenden Cafés Central, Daniel Krüger. Es habe sich abgezeichnet, dass unter den Feiernden ein beträchtlicher Anteil Gewaltbereiter gewesen sei, schilderte er. Es seien ausländerfeindliche Parolen gerufen, Flaschen geworfen und Raketen gezündet worden. Doch die Polizei habe sich erst sehr lange in einer Nachbarstraße gesammelt, ehe sie den Platz räumte. Der Gastronom forderte Aufklärung, warum die Polizei so reagierte. "Müssen wir, die Ladenbesitzer und Anwohner, solche Ereignisse nun immer häufiger hinnehmen oder uns gegebenenfalls sogar selbst verteidigen?", fragte Krüger in seinem Schreiben an Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD).

Stahlknecht hatte die Randale bereits am Sonntag verurteilt, auch der FCM distanzierte sich von den Störern. Das habe mit dem Fußball nichts zu tun, sagte Stadtchef Trümper in einem Interview des Senders MDR Sachsen-Anhalt. "Das sind Idioten, die auf Randale aus sind." Aus seiner Sicht hätte man die Situation anders managen müssen, auch bei der Ortswahl. Zwar habe der Club selbst an den Hassel gerufen. Aber: "Das ist 'ne Straßenkreuzung und das ist eigentlich kein Ort zum Feiern", sagte Trümper. Diesen Zustand könne man weder dulden, noch werde man ihn hoffentlich in den nächsten Jahren wieder so hinnehmen.

Bereits vorigen Sommer war es an einem Freitagabend zu Tumulten mit Sachbeschädigungen und Attacken auf die Polizei gekommen. Damals war die Polizei aus einer Gruppe von rund 150 Menschen attackiert und 15 Menschen verletzt worden. Es folgte eine Diskussion über mehr Streifen und ein neues Konzept für den Hasselbachplatz.

Nach dem vorzeitig gesicherten Aufstieg der Magdeburger Fußballer in die 2. Bundesliga hatten am Samstag rund 2500 Fußball-Fans friedlich gefeiert. Doch dann attackierten nach Polizeiangaben mehrere Störer die Feuerwehr, als sie einen Brand auf der Straße löschen wollte. Sie rissen Straßenschilder heraus und zerstörten Überwachungskameras.

Schließlich bewarfen 300 teilweise vermummte Störer die Polizei wiederholt mit Steinen und Flaschen. Die Beamten holten auch bei der Bereitschafts- und der Bundespolizei Verstärkung und forderten einen Wasserwerfer an, wie ein Sprecher sagte. Schließlich setzten sie neben Pfefferspray und Schlagstöcken auch den Wasserwerfer ein, um den kompletten Platz zu räumen.

Es wurden 30 Beamte verletzt. Die meisten erlitten Prellungen und Stauchungen. Zwei Polizisten zogen sich Brüche und einen Sehnenabriss zu und konnten erst am Montag das Krankenhaus verlassen. Insgesamt fünf Kollegen können laut Polizei zunächst nicht arbeiten.

Elf Randalierer kamen vorläufig in Gewahrsam. Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs, Widerstand, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Motive und Hintergründe für die Eskalation müssen den Angaben zufolge noch ermittelt werden. Wie viele Beamte im Einsatz waren, ließ die Polizei zunächst offen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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